<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0"><channel><title><![CDATA[Basti's Blog]]></title><description><![CDATA[Private Blog of Sebastian Endres.]]></description><link>https://sebastian-endres.de</link><generator>GatsbyJS</generator><lastBuildDate>Fri, 15 May 2026 00:18:32 GMT</lastBuildDate><item><title><![CDATA[Abschlussbericht]]></title><description><![CDATA[Am Ende eines weltwaerts-Freiwilligendienstes ist es für alle an der Zeit, zu reflektieren und einen
Abschlussbericht zu verfassen. Ich fand…]]></description><link>https://sebastian-endres.de/blog/2023-02-22-abschlussbericht/</link><guid isPermaLink="false">https://sebastian-endres.de/blog/2023-02-22-abschlussbericht/</guid><pubDate>Wed, 22 Feb 2023 00:00:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;Am Ende eines weltwaerts-Freiwilligendienstes ist es für alle an der Zeit, zu reflektieren und einen
Abschlussbericht zu verfassen. Ich fand es gar nicht so leicht, ihn zu formulieren und bin mit dem
Inhalt auch gar nicht so zufrieden. Aber ich möchte ihn trotzdem mit euch teilen:&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;Zurückblickend war die letzte Zeit für mich auf jeden Fall sehr besonders. Vor nicht einmal 11 Monaten kam ich als kompletter Neuling ins Land und versuchte, alles zu erforschen und zu verstehen. Dann lebte ich mich langsam ein. Ich war zugegebenermaßen anfangs etwas darüber enttäuscht, dass Namibia zumindest in der Stadt relativ ähnlich funktioniert, wie man es in Europa gewohnt ist, mit Supermärkten etc. Ich fing an, einen Alltag zu haben. Langsam realisierte ich, dass ich nun quasi Bürger dieses Landes bin, welches fast auf der anderen Seite der Welt liegt. Das Gefühl hab ich noch als sehr aufregend in Erinnerung. Mit der Zeit stellte ich fest, was eigentlich alles gar nicht so gut läuft, bei meiner Einsatzstelle und im Land. Ich lernte viele Orte und Facetten des Landes kennen. Die Zeit zum Zwischenseminar hat sich etwas gezogen, weil ich zum einen von dem Anspruch meiner Einsatzstelle an mich Überfordert war, selbst Projekte in die Hand zu nehmen und umzusetzen, und gleichzeitig aber aufgrund der begrenzten Möglichkeiten auch gelangweilt und resigniert war. Beim Zwischenseminar fiel dann die Entscheidung, den Ort und die Stelle zu wechseln. Seit dem ging alles ganz schnell. Und ganz plötzlich befinde ich mich schon in der Endphase. Und nun ist es an der Zeit, das (fast) Jahr zu reflektieren.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;evaluation&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Evaluation&lt;a href=&quot;#evaluation&quot; aria-label=&quot;evaluation permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Bicycling Empowerment Network Namibia (&lt;strong&gt;BENN&lt;/strong&gt;) verfolgt an sich eine tolle Idee, second-hand Fahrräder zu importieren und damit durch verschiedene Projekte das Leben der Menschen zu verbessern. Das hat mich von Anfang an begeistert, da ich mich auch in Deutschland viel mit der Verkehrswende beschäftigt habe. Von dem her schien das Projekt gut geeignet gewesen zu sein. Allerdings läuft das Projekt schon sehr lange. Es befindet sich meiner Einschätzung nach in der Endphase und die personellen und finanziellen Kapazitäten sind sehr begrenzt. Sowohl mein Koordinator als auch ich haben schnell festgestellt, dass es sich als Einsatzstelle mittlerweile nicht mehr wirklich eignet. Ich wollte trotzdem nicht aufgeben, bin aber dann doch froh, letztendlich noch gewechselt zu haben. Gleichzeitig bin ich aber auch froh, diese Erfahrungen gemacht zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;EduVentures&lt;/strong&gt; ist ein richtig cooles und erfolgreiches Projekt, obwohl es auch schon sehr viele Jahre läuft. Personell und finanziell ist es sehr gut aufgestellt. Allerdings ist es sehr abhängig von deutschen Geldern. Für meine letzten Monate war es genau die richtige Einsatzstelle und meine Fähigkeiten wurden gut eingesetzt und ich hatte das Gefühl, wichtige Aufgaben zu bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Entsendeorganisation &lt;strong&gt;solivol&lt;/strong&gt; fand ich persönlich super, vor allem auch im Vergleich zu anderen weltwaerts-Organisationen, die ich in der letzten Zeit kennen gelernt habe. Ich schätze die viele Erfahrung der Mitarbeitenden, dass sie meiner Meinung nach das richtige Mindset für so etwas haben, dass wir viele Freiheiten hatten, sehr individuell betreut wurden und dass die Finanzierung sehr fair abläuft. Es lief zwar nicht alles rund (es gab Verzögerungen beim Visa-Prozess; die Wahl der Einsatzstellen war vielleicht nicht perfekt, da es viele Wechsel bei uns gab, aber das lag sicher auch an der veränderten Situation nach Corona; wir mussten uns selbst Wohnung und Mentor*innen suchen), aber mich hat das nicht groß gestört. Für jüngere Teilnehmende könnte ich mir allerdings vorstellen, dass es etwas schwierig ist, wenn man manchmal ins kalte Wasser geworfen wird.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;was-gut-geklappt-hat&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Was gut geklappt hat&lt;a href=&quot;#was-gut-geklappt-hat&quot; aria-label=&quot;was gut geklappt hat permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Vor der Ausreise hatte ich mir gewünscht, ein diverseres Umfeld um mich herum zu haben als in Deutschland. Zwar war mein Umfeld nicht so groß, wie erhofft, aber es war divers.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte zuvor gar keine Vorstellung von diesem Land.
Jetzt würde ich sagen, dass ich eigentlich ein ganz gutes Bild von den verschiedenen Kulturen und Tribes habe, den Lebensweisen, den Parallelgesellschaften, den verschieden begrenzten Möglichkeiten und auch von der vielseitigen Natur und Landschaft und den unterschiedlichen Ecken des Landes.
Mein Ziel war es zwar zuvor nicht, möglichst viel herumzureisen.
Allerdings bin ich im Nachhinein doch ganz froh, dass ich viele Möglichkeiten dazu hatte, und
ich fand das auch eine wichtige Erfahrung.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;was-nicht-so-gut-geklappt-hat&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Was nicht so gut geklappt hat&lt;a href=&quot;#was-nicht-so-gut-geklappt-hat&quot; aria-label=&quot;was nicht so gut geklappt hat permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eins meiner Ziele war es, Freundschaften mit Namibier*innen zu schließen. Das hat leider nicht so gut geklappt. Während meiner Zeit in Walvis Bay fand ich das auch schwierig, weil ich lange Zeit einsam war. Das war für mich nicht so einfach, aber hat mir jetzt auch nicht geschadet. Und nach dem Umzug nach Windhoek hab ich die Gemeinschaft mit meinen Mitfreiwilligen sehr genossen und bin sehr froh darüber, dass wir zu einer Freundesgruppe zusammengewachsen sind, die hoffentlich auch nach unserem Auslandsaufenthalt bestehen bleibt.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;was-mir-ganz-gut-gefallen-hat&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Was mir ganz gut gefallen hat&lt;a href=&quot;#was-mir-ganz-gut-gefallen-hat&quot; aria-label=&quot;was mir ganz gut gefallen hat permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich fand es spannend, dass wir als Freiwillige, im Unterschied zu beispielsweise Touristen, die Möglichkeit hatten, in ganz verschiedene Bereiche der namibischen Gesellschaft reinschnuppern zu können.
Wir sind eigentlich immer aus dem Raster gefallen, was manchmal zu lustigen und interessanten Irritationen geführt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich auch gut fand, war, dass die Entsendeorganisation meiner Meinung nach sehr viel Wert auf individuelle Erfahrungen und persönliche Entwicklung gelegt hat. Wir hatten viele Freiräume, was v. a. für mich, als jemand der schon etwas älter ist, super war.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;woruber-ich-im-nachhinein-froh-bin&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Worüber ich im Nachhinein froh bin&lt;a href=&quot;#woruber-ich-im-nachhinein-froh-bin&quot; aria-label=&quot;woruber ich im nachhinein froh bin permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich war lange Zeit froh, nicht in der Hauptstadt zu sein und fand es am Anfang auch spannend, dass ich auf mich allein gestellt war.
Aber später war ich auch sehr froh, doch nochmal die Einsatzstelle zu wechseln und noch einen anderen Teil Namibias genauer kennen zu lernen.
So hatte ich schlussendlich ganz vielseitige Aufgaben und mehr verschiedene Menschen und Orte kennengelernt, als wenn ich die ganze Zeit nur an einem Ort gewesen wäre.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;sorgen-die-ich-zuvor-hatte-die-sich-aber-nicht-bewahrheitet-haben&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Sorgen, die ich zuvor hatte, die sich aber nicht bewahrheitet haben&lt;a href=&quot;#sorgen-die-ich-zuvor-hatte-die-sich-aber-nicht-bewahrheitet-haben&quot; aria-label=&quot;sorgen die ich zuvor hatte die sich aber nicht bewahrheitet haben permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte Angst davor, dass es im Endeffekt eine für mich sinnlose Zeit wird und ich dem Freiwilligendienst nichts abgewinnen kann, weil ich vielleicht schon zu alt für das weltwaerts-Programm bin. Das war definitiv nicht der Fall.
Ich hatte auch befürchtet, dass ich meine Fähigkeiten nicht sinnvoll einsetzen kann. Auch das war, nachdem ich zu EduVentures gewechselt bin, nicht mehr der Fall.
Ich hab auch befürchtet, dass ein Jahr zu lange sein wird. Zwischendrin hatte ich zwar schon das Gefühl, dass es sich hin zieht, aber das Gefühl ist auch spätestens seit des Zwischenseminars wieder weg. Ich finde, die Zeitdauer war mit 10,5 Monaten genau richtig.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;was-ich-bewirkt-habe&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Was ich bewirkt habe&lt;a href=&quot;#was-ich-bewirkt-habe&quot; aria-label=&quot;was ich bewirkt habe permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich hab den Freiwilligendienst eigentlich immer als Lernprogramm für mich gesehen.
Ich glaube, hier hab ich nicht wirklich etwas bewirkt.
Zumindest nicht direkt.
Indirekt hoffe ich, dass nun vielleicht einige wenige Menschen ein anderes Bild von Weißen Personen haben. Nach fast einem Jahr hier kann ich aber auch gut verstehen, wenn Schwarze Menschen kein gutes Bild von Weißen haben.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;was-ich-jetzt-sehr-zu-schatzen-weiss&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Was ich jetzt sehr zu schätzen weiß&lt;a href=&quot;#was-ich-jetzt-sehr-zu-schatzen-weiss&quot; aria-label=&quot;was ich jetzt sehr zu schatzen weiss permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Allgemein wurde mir bewusst, wie privilegiert wir in Deutschland in fast allen Bereichen des Lebens sind. Gerade durch meine erste Einsatzstelle wurde mir vor allem bewusst, was es für ein Privileg ist, mobil zu sein und wenn es nur der Besitz eines Fahrrads ist.
Worauf ich mich schon wieder freue, ist es, in Deutschland in der Gesellschaft auch mal wieder untertauchen zu können und nicht immer aufzufallen (z. B. durch die Hautfarbe und dadurch, dass man aus dem Raster fällt).
Und was ich nun auch zu schätzen weiß, ist, dass zumindest ich als weißer Mann selten Angst haben muss auf der Straße oder in der Öffentlichkeit, oder wenn man Nachts alleine nach Hause gehen will.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;meine-kleinen-take-aways&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Meine kleinen Take-Aways&lt;a href=&quot;#meine-kleinen-take-aways&quot; aria-label=&quot;meine kleinen take aways permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eine ganz klare Sache, die ich aus Namibia mit nach Hause nehme, ist die Musik des Landes: Amapiano/Afrobeats.
Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass es auf dieser Welt noch Musikrichtungen geben könnte, die mir noch nie begegnet sind, die mir aber trotzdem richtig gut gefallen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube, nie zuvor hab ich mir so viele Gedanken über unsere Gesellschaft, politische und wirtschaftliche Fragen und die Zukunft der Menschheit gemacht. Ich war zwar auch zu Hause an solchen Theme interessiert und politisch und aktivistisch aktiv, allerdings hatte ich davor noch nie so viel Zeit und Freiräume, mich frei zu Themen, die mich gerade interessieren, zu informieren. Schon allein deswegen war das eine unheimlich wertvolle Zeit für mich.
In dem Zuge fand ich es z. B. äußerst spannend, aber auch schockierend, zu sehen, was es für eine Gesellschaft bedeutet, wenn &quot;die Schere zwischen arm und reich auseinander geht&quot; und wenn verschiedene Bevölkerungsgruppen mehr oder weniger in Parallelgesellschaften nebeneinander leben. Tendenzen in der Richtung kann man ja auch in Deutschland beobachten. Hier in Namibia kommen natürlich noch die Überbleibsel aus der schrecklichen Zeit der Apartheid dazu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich hab ich auch einige Hard-Facts über die Geschichte Namibias gelernt, einem Land, von dem ich zuvor höchstens den Namen kannte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich nehme auch mit, dass ich eigentlich in Deutschland ganz zufrieden bin. Es ist hier zwar nicht alles &quot;ganz anders&quot; oder &quot;schlimm&quot;, aber mir wurde in der Zeit hier bewusst, wie privilegiert wir sind. Ich fand es eine sehr traurige Erfahrung, zu sehen, dass die meisten Menschen hier, egal wie sehr sie sich anstrengen, niemals die gleichen Chancen haben werden, die wir einfach nur dadurch haben, dass wir in Deutschland geboren wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube, ich nehme auch die Erkenntnis mit, dass die Welt komplex ist und selten eine Einteilung in gut und böse funktioniert. Ich hoffe, dass ich zukünftig einen diverseren Blick auf die Welt habe.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;Noch bin ich hier in Namibia. Ich glaube, viel wird mir erst klar, wenn ich wieder in Deutschland zurück bin und über das Jahr reflektiere und die Unterschiede direkt sehe.
Jetzt in den letzten Zügen des Freiwilligendienstes bin ich sehr positiv gestimmt. Ich bin froh, mich damals dafür entschieden zu haben, dieses Jahr zu machen. Ich bin dankbar für alle Erfahrungen, die ich machen konnte und bin auch sehr froh darüber, in einem Land zu wohnen, dass solche Programme anbietet.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
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            alt=&quot;Der &amp;quot;Tintenpalast&amp;quot; / das Parlament in Windhoek, Namibia. Der Name kommt daher, dass in der Kolonialzeit viel Bürokratie herrschte und dort deswegen viel Tinte verschrieben wurde. Er zeigt, dass das aus Deutschland exportierte politische System den damaligen Bewohner*innen Namibias fremd war.&quot;
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  &lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aber ist Demokratie überhaupt ein System, das für alle passt?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Demokratie bedeutet erst mal, dass die Bürger*innen politisch &lt;strong&gt;mitgestalten&lt;/strong&gt; dürfen. Das finde ich uneingeschränkt gut. Auch sollten Werte wie &lt;strong&gt;Menschenrechte&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Gewaltenteilung&lt;/strong&gt; etc. meiner Meinung nach überall auf der Welt gelten. Aber ob man die Ausgestaltung mit &lt;strong&gt;mehrheitlich gewählten Repräsentant*innen&lt;/strong&gt; einfach so auf alle Länder übertragen kann, weiß ich nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von afrikanischen Ländern haben manche von uns vielleicht schnell ein vorurteilsbehaftetes Bild von einer Scheindemokratie mit einem mehr oder weniger frei gewählten Präsidenten, der sich in erster Linie autokratisch selbst bereichert. Mal davon abgesehen, dass &lt;strong&gt;Korruption&lt;/strong&gt; kein ausschließlich afrikanisches Phänomen ist (in Deutschland heißt das dann halt Lobbyismus, wobei der Begriff nicht unterscheidet, ob Einfluss zur persönlichen oder gesellschaftlichen Bereicherung genommen wird) und Autokratien und autokratische Ansätze auch auf dem europäischen Kontinent existieren, habe ich persönlich schon das Gefühl, dass selbst in einem ziemlich westlich geprägten und demokratisch stabilen Land, wie Namibia, politische Probleme herrschen, die man vielleicht in der Härte aus Deutschland nicht kennt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dann ist da noch das Thema &lt;strong&gt;Minderheiten&lt;/strong&gt;:
Da ist es ja immer nicht so einfach den richtigen Umgang zu finden. Üblicherweise muss man dafür Sonderregelungen finden, wie z. B. die &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Sperrklausel#Deutschland&quot;&gt;Minderheitenregelung und 3-Direktkandidat*innen-Klausel, um die 5-Prozent-Hürde auszusetzen&lt;/a&gt;. Aber was ist zum Beispiel in einem Land, wie Namibia, das eine dominante Ethnie (die &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Ovambo&quot;&gt;Ovambos&lt;/a&gt;) hat und sonst ganz viele Minderheiten (&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Herero&quot;&gt;Herero&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Damara&quot;&gt;Damara&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Nama_(Volk)&quot;&gt;Nama&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Himba&quot;&gt;Himba&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/San_(Volk)&quot;&gt;San&lt;/a&gt;, Kavango, ...). Darüber hinaus wurde und wird größtenteils immer noch die Partei, die zur eigenen Ethnie gehört, gewählt. &lt;em&gt;(Die restliche Amtszeit über beschwert man sich dann über Korruptionsskandale, wobei viele davon ausgehen, dass Oppositionsparteien, wenn sie erst mal an der Macht sind, auch nicht besser sind).&lt;/em&gt; Deshalb hat bisher immer die &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/SWAPO&quot;&gt;SWAPO-Partei&lt;/a&gt; (welche als zu den Ovambos gehörig zählt) den Präsidenten und den Großteil der Regierung gestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was man auch nicht vergessen darf, ist, dass wahrscheinlich jede Kultur auch schon ein &lt;strong&gt;eigenes politisches System&lt;/strong&gt; mitbringt. Im Detail kenne ich mich nicht aus und ich will da nichts verklären, aber soweit ich weiß hatten/haben viele namibische Ethnien Chiefs / Häuptlinge / Kapteins, also traditionelle Führer. Wahlen gab es nicht. Stattdessen wurde die Rolle weitervererbt. Diese trafen jedoch oft in Rücksprache mit ihrer (damals in der Größe überschaubaren) Gruppe Entscheidungen. So gab es z. B. kurz vor dem Aufstand der Herero gegen die deutschen Kolonialbesatzer tagelange geheime Besprechungen und Diskussionen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Lange Rede, kurze Frage:&lt;/strong&gt;
Sollte man wirklich forcieren, dass alle Länder politisch so funktionieren, wie wir es gewohnt sind und wovon wir überzeugt sind, dass es das Beste ist, oder ist das nur eine weitere Facette der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/White_Supremacy&quot;&gt;White Supremacy&lt;/a&gt;, also dem Verständnis, dass wir Weiße gegenüber anderen überlegen sind?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Was ist deine Meinung? Lass es mich wissen!&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
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I&apos;m not an expert in Windows administration (and now that I have to work with Windows, I know why I&apos;m not).
However, I found a way to do it using only an ArchLinux live USB stick (which is my faithful companion and lifesaver as it seems that not many people in Namibia use Linux and I have no one to ask for support in case of a laptop breakdown).
Anyway, here are the required steps to reset the Windows user password:&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;get-a-wi-fi-connection&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Get a Wi-Fi Connection&lt;a href=&quot;#get-a-wi-fi-connection&quot; aria-label=&quot;get a wi fi connection permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Boot from the live USB stick.
The required tools are not part of the ArchLinux installation ISO.
That&apos;s why we need to install them.
Usually there is no wired Ethernet available and we have to use Wi-Fi:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;First we have to find out the name of the Wi-Fi adapter:&lt;/p&gt;
&lt;pre class=&quot;grvsc-container solarized-light&quot; data-language=&quot;sh&quot; data-index=&quot;0&quot;&gt;&lt;code class=&quot;grvsc-code&quot;&gt;&lt;span class=&quot;grvsc-line&quot;&gt;&lt;span class=&quot;grvsc-source&quot;&gt;&lt;span class=&quot;mtk1&quot;&gt;$ ip link&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;p&gt;Usually the Wi-Fi link has a name like &lt;code&gt;wlan0&lt;/code&gt; or &lt;code&gt;wlp2s0&lt;/code&gt;.
&lt;em&gt;I assume that your Wi-Fi network is secured with WPA2-PSK.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;pre class=&quot;grvsc-container solarized-light&quot; data-language=&quot;sh&quot; data-index=&quot;1&quot;&gt;&lt;code class=&quot;grvsc-code&quot;&gt;&lt;span class=&quot;grvsc-line&quot;&gt;&lt;span class=&quot;grvsc-source&quot;&gt;&lt;span class=&quot;mtk1&quot;&gt;$ wpa_passphrase &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk8&quot;&gt;${&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk7&quot;&gt;SSID&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk8&quot;&gt;}&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk1&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk8&quot;&gt;${&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk7&quot;&gt;PASSPHRASE&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk8&quot;&gt;}&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk1&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk8&quot;&gt;&amp;gt;&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk1&quot;&gt; /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant-&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk8&quot;&gt;${&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk7&quot;&gt;WIFI_LINK&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk8&quot;&gt;}&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk1&quot;&gt;.conf&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;
&lt;span class=&quot;grvsc-line&quot;&gt;&lt;span class=&quot;grvsc-source&quot;&gt;&lt;span class=&quot;mtk1&quot;&gt;$ systemctl restart wpa_supplicant@&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk8&quot;&gt;${&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk7&quot;&gt;WIFI_LINK&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk8&quot;&gt;}&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk1&quot;&gt;.service&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;
&lt;span class=&quot;grvsc-line&quot;&gt;&lt;span class=&quot;grvsc-source&quot;&gt;&lt;span class=&quot;mtk1&quot;&gt;$ ip a show &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk8&quot;&gt;${&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk7&quot;&gt;WIFI_LINK&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk8&quot;&gt;}&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;p&gt;Now, you should be connected to the Internet.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;download-required-packages&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Download Required Packages&lt;a href=&quot;#download-required-packages&quot; aria-label=&quot;download required packages permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;pre class=&quot;grvsc-container solarized-light&quot; data-language=&quot;sh&quot; data-index=&quot;2&quot;&gt;&lt;code class=&quot;grvsc-code&quot;&gt;&lt;span class=&quot;grvsc-line&quot;&gt;&lt;span class=&quot;grvsc-source&quot;&gt;&lt;span class=&quot;mtk1&quot;&gt;$ pacman -Sy chntpw ntfs-3g&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;h2 id=&quot;mount-windows-partition&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Mount Windows Partition&lt;a href=&quot;#mount-windows-partition&quot; aria-label=&quot;mount windows partition permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Find the main Windows partition (it is most likely the first NTFS partition on the disk).
Most likely, Windows didn&apos;t shut down completely, but went into hibernation, leaving the NTFS in a dirty state.
Thus, we have to mount it in a special way:&lt;/p&gt;
&lt;pre class=&quot;grvsc-container solarized-light&quot; data-language=&quot;sh&quot; data-index=&quot;3&quot;&gt;&lt;code class=&quot;grvsc-code&quot;&gt;&lt;span class=&quot;grvsc-line&quot;&gt;&lt;span class=&quot;grvsc-source&quot;&gt;&lt;span class=&quot;mtk1&quot;&gt;$ ntfs-3g -o remove_hiberfile /dev/sdXN /mnt&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;p&gt;Mounting it with &lt;code&gt;mount(8)&lt;/code&gt; does not mount it read-writeable and re-mounting it read-writeable does not work either.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;reset-the-password&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Reset the Password&lt;a href=&quot;#reset-the-password&quot; aria-label=&quot;reset the password permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;pre class=&quot;grvsc-container solarized-light&quot; data-language=&quot;sh&quot; data-index=&quot;4&quot;&gt;&lt;code class=&quot;grvsc-code&quot;&gt;&lt;span class=&quot;grvsc-line&quot;&gt;&lt;span class=&quot;grvsc-source&quot;&gt;&lt;span class=&quot;mtk1&quot;&gt;$ &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk7&quot;&gt;cd&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;mtk1&quot;&gt; /mnt/Windows/System32/config/&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;
&lt;span class=&quot;grvsc-line&quot;&gt;&lt;span class=&quot;grvsc-source&quot;&gt;&lt;span class=&quot;mtk1&quot;&gt;$ chntpw -i SAM&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;p&gt;Now, navigate through the menu and change the password of the desired user to a blank password.
Don&apos;t forget to unlock the user and reset the failed password counter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;figure class=&quot;gatsby-resp-image-figure&quot; style=&quot;&quot;&gt;
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    &lt;/span&gt;
    &lt;figcaption class=&quot;gatsby-resp-image-figcaption&quot;&gt;chntpw at work&lt;/figcaption&gt;
  &lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Finally unmount and reboot to Windows and enjoy your passwordless user.&lt;/p&gt;
&lt;style class=&quot;grvsc-styles&quot;&gt;
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&lt;/style&gt;</content:encoded></item><item><title><![CDATA[Namibias Fahrradcommunity]]></title><description><![CDATA[Zu den Pflichten der weltwaerts-Teilnehmenden gehört es, regelmäßig Berichte über den Auslandsaufenthalt zu schreiben. Diese möchte ich auch…]]></description><link>https://sebastian-endres.de/blog/2023-01-12-weltwaerts-bericht-q2/</link><guid isPermaLink="false">https://sebastian-endres.de/blog/2023-01-12-weltwaerts-bericht-q2/</guid><pubDate>Thu, 12 Jan 2023 00:00:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;Zu den Pflichten der weltwaerts-Teilnehmenden gehört es, regelmäßig Berichte über den Auslandsaufenthalt zu schreiben. Diese möchte ich auch hier auf meinem Blog veröffentlichen, damit möglichst viele etwas davon haben. &lt;a href=&quot;/blog/2022-07-18-weltwaerts-bericht-q1/&quot;&gt;Hier&lt;/a&gt; ist mein erster Bericht. Der Zweite ließ etwas auf sich warten und ist weniger als Selbstreflexion gedacht, sondern ich hab ihn als Blogpost für meine Entsendeorganisation verfasst, damit sich zukünftige am Freiwilligendienst interessierte Menschen besser vorstellen können, was sie in ihrem Jahr erwarten könnte. Die Teilnehmendenberichte werden &lt;a href=&quot;https://www.solivol.de/teilnehmendenberichte/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; veröffentlicht.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;Mein Fahrrad ist mir in Deutschland mein liebstes Fortbewegungsmittel und die Verkehrswende ein Thema für das ich mich gerne politisch engagiere. Also war für mich klar meinen Auslandsfreiwilligendienst in Afrika am liebsten in einem Fahrradprojekt zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und so landete ich in der Hafenstadt Walvis Bay in Namibia, in meiner weltwärts Stelle beim Bicycling Empowerment Network Namibia (kurz BENN). Dort werden Schiffscontainer voll mit second-hand Fahrrädern aus der ganzen Welt importiert und anschließend auf die verschiedenen Partnershops und -Projekte verteilt. Am Anfang durfte ich direkt mithelfen, die Räder zu reparieren und wieder herzurichten. Ich war erstaunt, was für Rostlauben, die sich am Ende des “europäischen” Lifecycles befinden, man noch einmal fahrtüchtig bekommt. Dabei habe ich vieles gelernt und Sachen repariert, wo ich davor dachte, dass man die gar nicht reparieren kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Relativ schnell war jedoch klar, dass mein Jahr nicht nur aus Fahrräder reparieren bestehen soll, sondern, dass ich auch selbst Ideen einbringen kann und relativ frei bin, selbst Projekte anzupacken. Ich begann nachzuforschen, was es schon alles rund ums Rad in Namibia gibt. Da BENN schon seit einigen Jahren aktiv ist, ist auch schon jede Menge passiert im Land. Und so machte ich mich auf eine Reise in die Hauptstadt Windhoek, wo sich das meiste Geschehen des Landes konzentriert, um mehr über die Partner von BENN und andere Projekte zu erfahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;figure class=&quot;gatsby-resp-image-figure&quot; style=&quot;&quot;&gt;
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&lt;p&gt;BENN half über 30 Werkstätten im Land aufzubauen, viele davon im ländlichen Norden Namibias, wo es kaum Jobaussichten gibt und viele Wege zu Fuß zurückgelegt werden. In den Werkstätten, die meistens aus ein paar Containern bestehen, arbeiten hauptsächlich benachteiligte Menschen, z. B. Menschen mit Behinderung oder ehemalige Sexarbeiterinnen (King&apos;s Daughters Bicycle Shop in Windhoek). Viele Projekte dienen wiederum als Einnahmequelle für andere soziale Projekte, wie z. B. AIDS-Projekte im Norden oder ein Schulprojekt namens Family of Hope Services in Katutura, dem Township Windhoeks, wo wiederum andere Mitfreiwillige arbeiten. Außerdem hat BENN in der Vergangenheit auch Sportradler*innen mit Fahrrädern unterstützt, wie z. B. die Kinder und Jugendlichen der Physically Active Youth (P.A.Y.), einem Afterschool Program, deren Mitglieder bei BMX-, Mountainbike und Rennradrennen in Namibia und sogar international mitfahren. Auch ein sehr spannendes und aktives befreundetes Projekt ist Suncycles, welche in Windhoek E-Bikes und Lastenräder selber entwerfen und bauen und wo auch ein Mitfreiwilliger arbeitet. Auf meiner Reise war es spannend zu sehen, wie die verschiedenen Projekte alle zusammenhängen. Allgemein ist es verrückt, wie wenig Menschen in Namibia leben. Obwohl das Land riesengroß ist, kennt doch irgendwie jede*r jeden*n und schnell kannte auch ich viele der wichtigen Akteure der Fahrradcommunity und im Bereich Mobility in Namibias.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;figure class=&quot;gatsby-resp-image-figure&quot; style=&quot;&quot;&gt;
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    &lt;figcaption class=&quot;gatsby-resp-image-figcaption&quot;&gt;Zu Gast beim Fun Ride in Windhoek, einem monatlich stattfindenden Event, bei dem Menschen sowohl Fahrradfahren lernen können als auch das korrekte Verhalten im Straßenverkehr. An sich ähnelt das Konzept einer von Polizei begleiteten Critical Mass&lt;/figcaption&gt;
  &lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine weitere Erkenntnis ist, dass Fahrradfahren an jedem Ort im Land ganz unterschiedlich ist: Während es an der Küste kühl und flach ist, muss man leider ganzjährig gegen einen starken Wind antreten. In Windhoek ist der nicht so stark, dafür ist es sehr hügelig und heiß. Im Norden und in ländlichen Gegenden wiederum gibt es kaum asphaltierte Straßen sondern hauptsächlich Sand. Überall, wo ich war, war es jedoch so, dass die wenigen Fahrradfahrenden zusammenhalten, sich gegenseitig grüßen und oft auch kennen. Da ich in Walvis Bay für ein Recyclingprojekt viel mit einem Fahrradanhänger herum gefahren bin, war ich schnell in der Stadt als “Dshirumbu (=der Weiße) mit dem Fahrradanhänger” bekannt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider musste ich bei meinen Recherchen feststellen, dass BENN zwar früher viel erreicht und sicher einiges zum Aufbau einer lebendigen Fahrrad Community beigetragen hat, mittlerweile aber einige der guten Projektansätze eingestellt wurden. Dennoch kann ich durch meine Mitarbeit bei BENN und die Begegnungen mit den Fahrradprojekten im Land vertiefte Einblicke in NGO Arbeit gewinnen. Eigentlich täglich lerne ich Faszinierendes über Namibia und treffe vor allem viele interessante Menschen.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Der wichtigste Grund, warum man Speichen anstelle eines massiven Rades verwendet, ist die Gewichtsersparnis. Während die Speichen eines Fahrrads nur einige Hundert Gramm wiegen, können sie trotzdem mehr als 3000 N bzw. mehr als 300 kg aushalten.&lt;/p&gt;
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            alt=&quot;Fahrradspeichen eines Vorderrades. Die Hälfte der Speichen geht zur linken Seite der Nabe, die andere zur Rechten. Public Domain / CC0&quot;
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  &lt;/a&gt;
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    &lt;figcaption class=&quot;gatsby-resp-image-figcaption&quot;&gt;Fahrradspeichen eines Vorderrades. Die Hälfte der Speichen geht zur linken Seite der Nabe, die andere zur Rechten. Public Domain / CC0&lt;/figcaption&gt;
  &lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schauen wir uns zunächst einmal den Aufbau eines Rades genauer an. Es besteht aus einer runden Felge und in der Mitte ist die Nabe, durch welche die Achse geht. Felge und Nabe sind mit üblicherweise 32 bis 36 Speichen verbunden. In dem Bild zuvor erkennt man, dass ein paar Speichen auf der linken Seite der Nabe montiert sind und ein paar auf der Rechten, und zwar jeweils zur Hälfte. Die Speichen sind auf der Seite der Nabe gebogen und besitzen einen Kopf. Dadurch können sie in die Löcher der Nabe eingehängt werden. Auf der Seite der Felge besitzen die Speiche ein Gewinde und es werden die sogenannten Nippel durch die Löcher in der Felge aufgeschraubt. Dadurch steht die Speiche unter Spannung. Die Gewinde der Speiche werden bei der Produktion interessanter Weise aufgerollt / aufgewalzt und nicht eingeschnitten, wodurch sie unter Spannung stabiler ist (Stichwort Kerbwirkung).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas verwirrend ist es, dass auf jeder Seite die Speichen tangential von der Nabe weg gehen, und zwar zur Hälfte in die eine Richtung und zur anderen Hälfte in die andere Richtung. Dabei kreuzt jede Speiche 3 andere Speichen. Wenn man erst einmal ein Rad selbst gebaut hat, ist das Muster eigentlich ganz verständlich. Ich hab versucht, es in der folgenden Animation darzustellen. Die rötlichen Farbtöne entsprechen dabei der Vorderseite, die bläulichen der Rückseite.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;
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&lt;figcaption&gt;Animation: Klassische Anordnung von Fahrradspeichen mit 3 Überkreuzungen. &lt;i&gt;(Klick ins Bild, um die Animation neu zu starten, falls dein Browser SVG-Animationen unterstützt)&lt;/i&gt;&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Spannend ist auch die Wirkung der Kräfte bei Belastung. Denn das Fahrrad steht nicht auf den Rädern, sondern es hängt! Während das Gewicht an den jeweils oberen Speichen zieht, halten die vielen anderen Speichen die Felge in Form. Die unterste Speiche ist dabei am wenigsten belastet. Da sie aber vorgespannt ist, rutscht sie nicht aus ihrem Loch in der Nabe und klappert nicht. Dazu wieder eine Animation eines vereinfachten Rades mit radialen statt tangentialen Speichen:&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;
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&lt;/object&gt;
&lt;figcaption&gt;Animation: Speichen unter Last. Das Fahrrad hängt eigentlich an den oberen Speichen, während die Unteren entlastet sind. Die Seitlichen halten die Felge nur in Form. &lt;i&gt;(Klick ins Bild, um die Animation neu zu starten, falls dein Browser SVG-Animationen unterstützt)&lt;/i&gt;&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Jetzt ist es auch verständlich, warum die Speichen üblicherweise tangential angeordnet sind. Denn beim Beschleunigen und Bremsen wirken tangentiale Kräfte zwischen der Nabe und der Felge, welche durch die Speichen so ideal übertragen werden können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außerdem können Speichen noch Verbiegungen in der Felge, sogenannte Achter, ausgleichen. Dazu kann man die einzelnen Speichen &quot;verkürzen&quot; oder &quot;verlängern&quot;, indem man den Nippel &quot;auf-&quot; oder &quot;zuschraubt&quot;. Dadurch kann man zum einem Ausbeulungen nach rechts und links ausgleichen, aber auch eierförmige Felgen.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;
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&lt;figcaption&gt;Animation: Vereinfachter Querschnitt durch ein Rad: Ausgleichen eines &quot;Achters&quot; durch die der Länge der Speichen &lt;i&gt;(Klick ins Bild, um die Animation (im oberen Teil des Rads) neu zu starten, falls dein Browser SVG-Animationen unterstützt)&lt;/i&gt;&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;h2 id=&quot;varianten&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Varianten&lt;a href=&quot;#varianten&quot; aria-label=&quot;varianten permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Neben den normalen, meist 2 mm dicken Speichen mit gebogenen Kopf gibt es auch noch ein paar interessante Varianten. Beispielsweise gibt es Speichen, die im geraden Teil verjüngt sind, womit eine stärkere Federung erreicht werden soll, da sich die Speiche im dünnen Teil leichter ausdehnt. Gerade im Rennradbereich existieren Speichen, die im geraden Teil flach und dadurch aerodynamischer sind. Um Gewicht zu sparen gibt es noch Speichen, die nicht tangential, sondern radial montiert werden und dadurch kürzer sein können. Die Gewichtsersparnis ist dabei zwar nur marginal. Da es sich jedoch um bewegte Masse handelt, kann man wohl schneller beschleunigen. Zumindest wird das behauptet. Außerdem gibt es noch Speichen, die ohne Krümmung auskommen, jedoch eine besondere Nabe benötigen. Und eine sehr &lt;a href=&quot;https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/verkehr/dieses-rad-speichen-textilfasern/&quot;&gt;interessante Entwicklung der TU Chemnitz&lt;/a&gt; macht sich die Eigenschaft, dass Speichen stets nur auf Zug belastet werden, zu Nutze und verwendet deshalb textile Speichen, welche 50% leichter sind, als Stahl- oder Aluminiumspeichen. Und in der Kategorie &quot;weils geht&quot; gibt es auch noch Fahrrad(prototypen), welche gänzlich ohne Speichen auskommen, sogenannte &quot;hubless bicycles&quot;. Dazu gibt es z. B. lustige Videos &lt;a href=&quot;https://www.youtube.com/results?search_query=hubless%20bicycles&quot;&gt;auf YouTube&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;figure class=&quot;gatsby-resp-image-figure&quot; style=&quot;&quot;&gt;
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&lt;h2 id=&quot;durch-mein-weiss-sein&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Durch mein Weiß-Sein&lt;a href=&quot;#durch-mein-weiss-sein&quot; aria-label=&quot;durch mein weiss sein permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Andere Weiße sind mir gegenüber sehr &lt;strong&gt;freundlich&lt;/strong&gt;. Allein, dass sie sich überhaupt mit mir abgeben, ist keine Selbstverständlichkeit. Aber auch Nicht-Weiße sind mir gegenüber meist freundlich oder wenigstens respektvoll. Deutsche genießen hier eigentlich ein hohes Ansehen. Ich werde oft auf Afrikaans mit &quot;Meneer&quot; oder Uncle angesprochen, was beides eine respektvolle Anrede ist. Seltener natürlich auch als Dshirumbu bzw. Mzungu&lt;sup id=&quot;fnref-2&quot;&gt;&lt;a href=&quot;#fn-2&quot; class=&quot;footnote-ref&quot;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; (der Weiße).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich werde &lt;strong&gt;überall reingelassen&lt;/strong&gt; (selbst wenn ich in komplett schmutziger Kleidung für irgendwelche mehr oder weniger sinnvollen Recyclingprojekte in Nobelrestaurants dumme Fragen stelle).&lt;/p&gt;
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    &lt;figcaption class=&quot;gatsby-resp-image-figcaption&quot;&gt;Ein &amp;quot;Right of Admission Reserved&amp;quot; Hinweisschild am Eingang eines Restaurants — ein Überbleibsel des Apartheid-Regimes?&lt;/figcaption&gt;
  &lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da ich nicht nur weiß bin, sondern auch nicht asiatisch aussehe, wird mir &lt;strong&gt;keine Sinophobie&lt;sup id=&quot;fnref-3&quot;&gt;&lt;a href=&quot;#fn-3&quot; class=&quot;footnote-ref&quot;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/strong&gt; entgegengebracht. Einem anderen deutschen Freiwilligen, den ich vor Kurzem getroffen habe, geht was hier wohl anders.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;durch-meine-herkunft&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Durch meine Herkunft&lt;a href=&quot;#durch-meine-herkunft&quot; aria-label=&quot;durch meine herkunft permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Aufgrund meiner Herkunft habe ich viele Vorteile: Ich bin Bürger eines Sozialstaates mitsamt seiner Vorzüge, ich lebe in Wohlstand und hatte Zugang zu einem guten und gleichzeitig kostenlosen Bildungssystem. Daraus ergeben sich viele Privilegien:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich musste mein ganzes Leben noch &lt;strong&gt;nie hungern&lt;/strong&gt; und konnte mir jederzeit gesunde Lebensmittel leisten. Auch jetzt, wo die Lebensmittelpreise steigen. Es hat ein wenig gedauert, bis ich festgestellt habe, dass Hunger selbst in diesem auf den ersten Blick doch relativ weit entwickelten Land Namibia ein Thema ist. Nicht, dass es hier nicht genügend Lebensmittel gäbe. Aber für manche sind die Preise einfach zu hoch, v. a. um sich gesunde Lebensmittel und abwechslungsreiche Ernährung zu leisten. Wenn dann z. B. Eltern auch noch alkohol-/drogensüchtig sind und sich nicht um Lebensmittel für ihre Kinder kümmern, kommt es auch mal vor, dass gerade Kinder Hunger leiden. Und das wiederum ist eine Spirale, wie der &lt;a href=&quot;https://podcast.dissenspodcast.de/175-gesundheit&quot;&gt;Dissens-Podcast &quot;Armut fördert Mangelernährung und Mangelernährung fördert Armut&quot;&lt;/a&gt; erklärt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch muss ich sagen, ist es mir durch meine Herkunft überhaupt möglich, &lt;strong&gt;dieses Jahr&lt;/strong&gt; hier zu machen. Denn mein Heimatstaat bietet das Programm weltwaerts-Programm an. Ich bin mir nicht sicher, ob es hier wirklich nichts Vergleichbares gibt, aber Namibier*innen sind öfters mal erstaunt, dass ein Staat für so etwas Geld ausgibt. Es gibt zwar im Rahmen von weltwaerts auch einen Süd-Nord-Austausch. Allerdings ist der sehr viel reglementierter und man kommt nicht so leicht rein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Entsendeorganisation zahlt mir eine &lt;strong&gt;Wohnung &quot;in town&quot;&lt;/strong&gt;, also außerhalb der Townships. Dadurch habe ich eigene &lt;strong&gt;Sanitäranlagen&lt;/strong&gt;, feste Mauern und ein festes Dach über dem Kopf und vor allem ein &lt;strong&gt;sicheres Umfeld&lt;/strong&gt;, in dem ich kaum Angst vor Einbrüchen etc. haben muss. Außerdem habe ich ein &lt;strong&gt;Fahrrad&lt;/strong&gt; gestellt bekommen und bin damit &lt;strong&gt;mobiler&lt;/strong&gt; als viele hier, gerade die, die nicht genügend Geld für ein Taxi haben. Und ich besitze ein &lt;strong&gt;Smartphone&lt;/strong&gt; und kann mir die nicht ganz billigen mtc Aweh Tarife leisten, wodurch ich zum einen Zugang zum Internet habe, mit allem, was es so mitbringt, und zum anderen auch jederzeit Namibier*innen anrufen und ihnen simsen kann. Manche hier können oft keine Aweh Tarife leisten und haben dann kein Datenvolumen für Internet, oder sie können sich kein Smartphone leisten und besitzen nur ein &quot;Tamagotchi&quot;, oder sie besitzen nicht mal das.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe genügend Geld, um hier auch mal &lt;strong&gt;reisen&lt;/strong&gt; zu können und die vielen tollen Dinge im Land sehen. Auch das ist für viele nicht drin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe quasi &lt;strong&gt;kostenlose und gleichzeitig gute Bildung&lt;/strong&gt; genossen, ohne wirklich etwas dafür zu tun. Hier scheint es mir so, als ob man sich hier dafür eine Privatschule leisten muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Selbst während meines Aufenthaltes bin ich durch unseren &lt;strong&gt;Sozialstaat und das Gesundheitssystem&lt;/strong&gt; abgesichert und muss mich vor vielen Gefahren nicht allzu sehr fürchten. Selbst, falls ich keinen Job finden sollte, wenn ich zurückkomme, werde ich nicht hungern müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Apropos zurückkommen: Ich kann Namibia spätestens nach dem Jahr &lt;strong&gt;einfach so verlassen&lt;/strong&gt; und weiter in unserem Elfenbeinturm Deutschland leben. Auch wenn mich schon viele gebeten haben, sie mitzunehmen, werden die meisten Namibier*innen nie die Möglichkeit haben, nach Europa zu kommen, bzw. Namibia zu verlassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und auch das Hereinkommen war nicht unmöglich. Ich habe (zugegeben nach einer längeren Tortur) ein Study-Permit (Visum) mit der Erlaubnis, als Volunteer zu arbeiten. Außerdem wird mir in meinem Projekt &lt;strong&gt;Arbeit&lt;/strong&gt; gegeben, obwohl die Arbeitslosigkeit in Namibia bei über ⅓ liegt.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;durch-mein-cis-mannlich-sein&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Durch mein Cis-männlich-Sein:&lt;a href=&quot;#durch-mein-cis-mannlich-sein&quot; aria-label=&quot;durch mein cis mannlich sein permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Da ich ein Mann bin, werde ich &lt;strong&gt;nicht angegrabscht oder man versucht sich mir nicht auf unangenehme Art und Weise zu nähern&lt;/strong&gt;. (Ich, als Mann war von solchen Dingen ja noch nie betroffen, allerdings denke ich, dass das für Betroffene in Deutschland nicht wirklich anders ist, nur scheint es solche Phänomene hier häufiger zu geben).
Stattdessen fragen andere Cis-Männer öfters nach, ob ich hier eine Freundin habe, oder ob sie mir eine besorgen sollen. Oder Namibierinnen zeigen an mir Interesse und stecken mir ihre Handynummern zu. An beidem habe ich gar kein Interesse und während vor allem Ersteres mir eher unangenehm und befremdlich ist, pusht Zweiteres ja zumindest mein Ego. Beides ist mir aber in Deutschland noch nicht passiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da ich nicht homosexuell bin, werde ich nicht als &lt;strong&gt;&quot;Morphy&quot;&lt;/strong&gt; bezeichnet. Ich bin mir nicht sicher, wie man das schreibt und sowohl ich als auch Google kennen den Begriff nicht, aber meinem Verständnis nach bedeutet es so viel wie &quot;Schwuchtel&quot; und wird hier von vielen als Bezeichnung für homosexuelle Männer verwendet. Denen wird auch oft ihre Männlichkeit abgesprochen und sie werden als Frauen bezeichnet bzw. Partner von Homosexuellen als &quot;girlfriend&quot;.&lt;/p&gt;
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&lt;hr&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li id=&quot;fn-1&quot;&gt;Cisgender: &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Cisgender&quot;&gt;https://de.wikipedia.org/wiki/Cisgender&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;#fnref-1&quot; class=&quot;footnote-backref&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li id=&quot;fn-2&quot;&gt;Mzungu: &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Mzungu&quot;&gt;https://en.wikipedia.org/wiki/Mzungu&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;#fnref-2&quot; class=&quot;footnote-backref&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li id=&quot;fn-3&quot;&gt;Sinophobie: &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Anti-Chinese_sentiment&quot;&gt;https://en.wikipedia.org/wiki/Anti-Chinese_sentiment&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;#fnref-3&quot; class=&quot;footnote-backref&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;/div&gt;</content:encoded></item><item><title><![CDATA[Private Cities — A Smart Solution for Africa?]]></title><description><![CDATA[Since the day I arrived in Walvis Bay I had that feeling that something is weird with this town. What irritates me is hard to describe. That…]]></description><link>https://sebastian-endres.de/blog/2022-07-28-private-cities/</link><guid isPermaLink="false">https://sebastian-endres.de/blog/2022-07-28-private-cities/</guid><pubDate>Thu, 28 Jul 2022 00:00:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;Since the day I arrived in Walvis Bay I had that feeling that something is weird with this town. What irritates me is hard to describe. That part of Walvis Bay that is called &quot;town&quot; seems to me like I imagine an average city in the U.S. Apart from the layout of the town which is rectangular with straight and broad streets built for large cars and trucks, everything seems to be focussed on business. There are signs and advertisements for companies everywhere and everyone is talking about business. At 1 p.m. the siren at the municipality is signaling lunchtime for the working folks. Is it just a different form of capitalism compared to Germany? Traffic police officers are wearing high-visibility vests with the branding of the local electricity provider ErongoRED on it. Their slogan &quot;Power to the people&quot; sounds promising but shouldn&apos;t the police be independent? The entire coastline is occupied by the harbor. Would a city planned for humans not for business look the same?&lt;/p&gt;
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  &lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Recently, I started listening to my podcasts queue which got quite long since last time I was actively listening to podcasts. I stumbled across the episode &lt;a href=&quot;https://podcast.dissenspodcast.de/174-privatstadt&quot;&gt;&quot;#174 Privatstädte: Wo Unternehmermacht die Demokratie ersetzt&quot; — Private Cities: Where Corporate Power Replaces Democracy&lt;/a&gt; of the &quot;Dissens-Podcast&quot;. I absolutely recommend this lovely produced, very informative and slightly left podcast series (German language). In that episode &lt;a href=&quot;https://twitter.com/ondreka&quot;&gt;Lukas Ondreka&lt;/a&gt; and &lt;a href=&quot;https://andreaskemper.org/&quot;&gt;Andreas Kemper&lt;/a&gt; present the book &lt;a href=&quot;https://amzn.to/3oJeLZH&quot;&gt;&quot;Privatstädte. Labore für einen neuen Manchesterkapitalismus&quot; — Private Cities. Laboratories for a new Manchaster capitalism&lt;/a&gt; First, I thought this is an interesting thought experiment but suddenly I was shocked when I realized how real it is and that there is even a reference to Africa — even to southern Africa! In this blog post, I just want to scratch the surface of this topic since it is very large and coveres many aspects.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;what-is-a-private-city&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;What is a Private City?&lt;a href=&quot;#what-is-a-private-city&quot; aria-label=&quot;what is a private city permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;The definition of a private city is not easy as there are multiple partially overlapping concepts related to private cities. Some refer to special administrative region like Hongkong or Shenzhen as &quot;private city&quot;. Then, there are cities built for workers around companies, like Wolfsburg in Germany. Or even towns providing housing for workers and that are owned by companies, like Oranjemund in Namibia, which was opened to the public in 2017.&lt;sup id=&quot;fnref-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;#fn-1&quot; class=&quot;footnote-ref&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; There, it had even been necessary to show a permit to enter that town which is close to the type of private cities I want to talk about: What I mean when I say private city are cities where basically all the infrastructure is owned by a private company. The police is replaced by private armed security service companies. The public health system is replaced by private hospitals and ambulances. Public schools are replaced by private schools. Water and electricity distribution is organized by private corporations. Inhabitants of this cities have to pay service fees to the owning companies.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Often, the definition goes hand-in-hand with the concept of smart cities. This is caused by the necessity to make this new cities attractive to investors. Part of the concept is usually to build futuristic technocracies. Cryptocurrencies should provide the basis for trading.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;All these things do not sound too bad, do they? But what else provide conventional cities and towns? They organize the way people are living together in a society. In most western municipality you will find democratic structures that allow participation. In private cities however, it is up to the owners to create to such structures or to drop this unpleasant part. In any case, the owners won&apos;t risk loosing the sovereignty over their property. If there are any democratic institutions they will reserve at least more than 50% of the votes. Democratic laws might be replaced by company ruled terms &amp;#x26; conditions.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Everything is aligned to gain profit. Thus, the won&apos;t be any welfare system. In fact, unwanted, i.e., poor persons will be kept out. We know this concept of gated communities as one outcome of the Apartheit regime in southern Africa.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;advocates-of-private-cities&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Advocates of Private Cities&lt;a href=&quot;#advocates-of-private-cities&quot; aria-label=&quot;advocates of private cities permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;When I first heard this ideas, I was wondering, who stands behind these ideas and who wants cities like these? I found three interesting names: &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Paul_Romer&quot;&gt;Paul Romer&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Titus_Gebel&quot;&gt;Titus Gebel&lt;/a&gt; and &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Thiel&quot;&gt;Peter Thiel&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;figure class=&quot;gatsby-resp-image-figure&quot; style=&quot;&quot;&gt;
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            alt=&quot;Paul Romer (© Doerrb at English Wikipedia — CC BY-SA 3.0) Titus Gebel (© Free Private Cities Pressevorlagen — CC BY 4.0) und Peter Thiel (© Gage Skidmore — CC BY-SA 3.0)&quot;
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&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Romer&lt;/strong&gt;, an American economist and policy entrepreneur, is known as the inventor of Charter Cities. He describes them with the concept that a nation A creates a city in the country B following the example of the country C. Thus, a knowledge transfer and third-party investment should take place. This concept is criticized as neo-imperialist and neo-colonialist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gebel&lt;/strong&gt;, a German entrepreneur, lawyer, political activist and publicist, modifies this concept in his book &quot;Free Private Cities&quot;. He thinks that no Charter City was built before because of the unwillingness of governments to allow foreigners to rule in their own territory. He presents private cities as a possible way of dealing with migration crisis which is really shocking when we think of how close these concepts are to these high-tech prisons planned and built by private companies used as refugee camps in Greece.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Finally, &lt;strong&gt;Thiel&lt;/strong&gt; is a German-American billionaire entrepreneur, venture capitalist, and political activist. He is the investor and founder of many (some will call them disruptive) companies, like Facebook, PayPal and Palantir and also of the first technocratic &quot;Free Private City&quot; projects.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Did you realize that all of them are privileged, white, rich and libertarian men? The more you read about these men the more you get the feeling that this might be a huge conspiracy complex (yes the Bilderberg Group is also involved). Good research is required to understand the complex entanglements. Thus, I don&apos;t want to dig deeper and better hand over to qualified journalists.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;is-walvis-bay-a-private-city&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Is Walvis Bay a Private City?&lt;a href=&quot;#is-walvis-bay-a-private-city&quot; aria-label=&quot;is walvis bay a private city permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;No, definitively not. However, sometimes I have the feeling that being in Walvis Bay is sometimes a time travel. When you go to the library you find yourself in the 1980s (at least that&apos;s how I imagine a U.S. library in the 60s). When you compare the different settlements of the city, this is how Europe cities might turn into if the difference between poor and rich increases, gentrification and libertarian capitalism continues. &lt;del&gt;While I didn&apos;t even find gated communities here&lt;/del&gt; (Edit: On my recent trip to Windhoek, I found even two private gated communities, &lt;a href=&quot;https://www.elisenheim.com/&quot;&gt;Elisenheim&lt;/a&gt; and &lt;a href=&quot;https://www.dmp.co.za/projects/osona/&quot;&gt;Osona Village&lt;/a&gt;. So yes, some kind of private cities also exist in Namibia), people in town are usually isolating themselves by building walls with barbwire (or broken glass set in concrete) or electric fences around their houses. Private security forces seem to protect this city. For now, I had contact with the police twice and in both cases I was shocked how unprofessional and improper they behave.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;figure class=&quot;gatsby-resp-image-figure&quot; style=&quot;&quot;&gt;
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  &lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;are-there-any-private-cities&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Are there any Private Cities?&lt;a href=&quot;#are-there-any-private-cities&quot; aria-label=&quot;are there any private cities permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In many parts of the world, privatization has been pushed harder than we are used to in Europe. With negative outcomes. Near Cape Town, the electricity supply is so unreliable, that it is turned of many times during the day (Load Shedding). However, even real private cities exist. One is Gurgaon in India and another one Rupayan City in Bangladesh. These metropolises are not planned and administered by the government but by private organizations. Three projects are currently ongoing in Honduras which are considered the first Free Private Cities or Enterprise Cities as defined by Gebel. In Africa, there is a cohort of private cities emerging across the continent: &quot;Eko Atlantic&quot; in Lagos, Nigeria; &quot;Tatu City&quot; in Nairobi, Kenya; &quot;Hope City&quot; in Accra, Ghana; and &quot;Cité le Fleuve&quot; in Kinshasa, Democratic Republic of Congo.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;All of these projects seem to bypassing democratic debate and pushed by rich and powerful people in cooperation with corrupt governments. Especially in countries where government fails to provide reliable infrastructure, this concept seems to grant a high standard of living for the selected people allowed to live there. Speaking of global elites, Elon Musk&apos;s planned civilizations of Mars can also be counted as Private Cities.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;eko-atlantic&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Eko Atlantic&lt;a href=&quot;#eko-atlantic&quot; aria-label=&quot;eko atlantic permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;I did some more research on &quot;Eko Atlantic&quot; because, as you might have guessed, it is in Africa and it is known to be the Dubai of Africa. In fact it is a newly created peninsula in the Atlantic Ocean in Lagos, the former capital city of Nigeria. The city is struggling because of the maritime erosion for years destroying streets and water supply. The project was born out of the idea to build a massive dam around the city to protect it. To get enough funds for this million project some white right guy came up with the idea to sell the gained land behind the dam to private investors. Thus, Eko Atlantic, like private cities across the continent, signals a profitable opportunity for real estate capitalism. It is planned to be the new international commerce hub of the up-and-coming Nigerian economy. However, before the construction work could begin, the inhabitants of the &quot;Bar Beach&quot; on Victoria Island, which has a long history, had to be displaced forcefully. According to surveys some Lagosians feel excited about Eko Atlantic, while others are frightened or upset. The fascination might be caused by the fact that &quot;they recognize their own economic exclusion and are questioning the role that geography, politics, and the global economy plays in that exclusion.&quot; &lt;sup id=&quot;fnref-2&quot;&gt;&lt;a href=&quot;#fn-2&quot; class=&quot;footnote-ref&quot;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;By the way: Eko Atlantic is advertised to be the most ecological city in Africa. However, a closer look reveals that the underlying concepts are not that well elaborated and are rather expandable. Unlike one might assume, &quot;Eko&quot; does not stand for ecologic, but for the old name of the city of Lagos (&quot;Eko&quot;) which means manioc plantation in the language of the Yorube. &lt;sup id=&quot;fnref-3&quot;&gt;&lt;a href=&quot;#fn-3&quot; class=&quot;footnote-ref&quot;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;conclusion&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Conclusion&lt;a href=&quot;#conclusion&quot; aria-label=&quot;conclusion permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Finally I want to quote Katie Jane Fernelius, the author of the article I linked below, as she gives a fairly accurate classification of the issue: &quot;Slum clearance and high-end luxury developments are the expression of the mechanics of global capitalism that have been reshaping African megacities like Lagos for decades. The advent of private cities is just the apogee of financial capitalism&apos;s liaison with real estate. Despite what their developers might claim, private cities represent not a fix or departure from the issues facing these cities, but rather a continuation of the very forces that caused them. In their literal concretization, private cities entrench inequality and affirm private rule.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Finally, I have to admit that this essay does not even try to answer the question raised in the headline as to my knowledge private cities in Africa do not even try to solve African issues. They seem to be just playgrounds for global elites. I can&apos;t even see any advantage of living in such a city from my German more-left point of view. Thus, I don&apos;t even understand why people are discussing about it. After all, I have at least understand where the idea behind &lt;a href=&quot;https://amzn.to/3oAMl4a&quot;&gt;&quot;QualityLand&quot; by Mark-Uwe Kling&lt;/a&gt; comes from.&lt;/p&gt;
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&lt;div class=&quot;footnotes&quot;&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li id=&quot;fn-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.debeersgroup.com/creating-stories/2017/town-built-on-diamonds-opens-its-doors-to-the-world&quot;&gt;https://www.debeersgroup.com/creating-stories/2017/town-built-on-diamonds-opens-its-doors-to-the-world&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;#fnref-1&quot; class=&quot;footnote-backref&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li id=&quot;fn-2&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.currentaffairs.org/2020/05/a-private-city-the-rise-of-eko-atlantic&quot;&gt;https://www.currentaffairs.org/2020/05/a-private-city-the-rise-of-eko-atlantic&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;#fnref-2&quot; class=&quot;footnote-backref&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li id=&quot;fn-3&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.boell.de/de/2015/06/11/auf-sand-gebaut-eko-atlantic-city&quot;&gt;https://www.boell.de/de/2015/06/11/auf-sand-gebaut-eko-atlantic-city&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;#fnref-3&quot; class=&quot;footnote-backref&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;/div&gt;</content:encoded></item><item><title><![CDATA[1. Quartalsbericht über mein weltwaerts-Jahr in Namibia]]></title><description><![CDATA[Zu den Pflichten der weltwaerts-Teilnehmenden gehört es, regelmäßig Berichte über den
Auslandsaufenthalt zu schreiben. Diese möchte ich auch…]]></description><link>https://sebastian-endres.de/blog/2022-07-18-weltwaerts-bericht-q1/</link><guid isPermaLink="false">https://sebastian-endres.de/blog/2022-07-18-weltwaerts-bericht-q1/</guid><pubDate>Mon, 18 Jul 2022 00:00:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;p&gt;Zu den Pflichten der weltwaerts-Teilnehmenden gehört es, regelmäßig Berichte über den
Auslandsaufenthalt zu schreiben. Diese möchte ich auch hier auf meinem Blog veröffentlichen, damit
möglichst viele etwas davon haben. Nachdem nun auch schon das erste Quartal vorbei ist, gibt es hier meinen ersten Bericht. Viel Spaß beim Lesen 😉&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;h2 id=&quot;ankommen-in-namibia&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Ankommen in Namibia&lt;a href=&quot;#ankommen-in-namibia&quot; aria-label=&quot;ankommen in namibia permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Als wir mit dem Flugzeug in Windhoek landeten, wurde mir erst bewusst, dass es jetzt kein Zurück mehr gibt. Meine Gedanken waren ungefähr diese: &quot;Ich werde jetzt für ein ganzes Jahr in diesem Land sein, das wir die letzte Stunde überflogen haben. Noch kann ich nicht sagen, was ich dort erleben werde, aber dass es mein Leben prägen wird. Allerdings liegt es an mir, das Jahr zu gestalten. Hoffentlich schaff ich es, etwas daraus zu machen.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das on-arrival Seminar fand ich sehr interessant. Ich hatte mich zwar zuvor schon recht viel mit dem Land auseinandergesetzt, konnte mir aber überhaupt nicht vorstellen, wie es ist, in Namibia zu sein. Allerdings muss ich sagen, dass ich auch etwas enttäuscht war, weil alles viel langweiliger und die Städte viel hässlicher wirkten, als ich erwartet hätte. Wir hatten nach einer Woche schon die meisten der Orte gesehen, die ich sehen wollte. Jedoch hab ich mich sehr darüber gefreut, dass die Sonnenuntergänge und Sternenhimmel wirklich richtig schön sind und dass die Sonne &quot;falsch herum&quot; über das Firmament wandert. Während manche Dinge hier anders laufen, und man sich viel umgewöhnen muss, würde ich aber tatsächlich nicht von einem Kulturschock reden. Denn, was ich schnell festgestellt habe, ist, dass man hier auch ein ganz westliches Leben führen kann, wenn man möchte (und das Geld dazu hat). Manchmal bin ich unentschlossen, ob ich es gut finde, dass ich hier in einem Land gelandet bin, das gar nicht so anders ist wie Deutschland, oder ob ich das Abenteuer eines komplett anderen Landes nicht doch vermisse. Dass allerdings die Folgen der Apartheit so krass sind und sie de-facto immer noch existiert, war mir irgendwie nicht bewusst. Auch nicht, dass es bedeutet, dass ein Teil der Menschen auch richtig reich zu sein scheint (das passte nicht in mein Bild von Afrika). Und dass aufgrund der sozialen Unterschiede Kriminalität entsteht. Ich hatte auch nicht damit gerechnet, dass wir ständig als reiche Personen gelesen werden und v. a. anfangs ständig angebettelt werden. Das führte dazu, dass ich mich anfangs ständig unwohl gefühlt habe. Alles und jeder wirkte bedrohlich. Jetzt nach 2 Monaten wird das allerdings allmählich besser. Wobei ich immer noch das Gefühl habe, ständig vorsichtig sein zu müssen. Gerne würde ich manchmal auch einfach nur als passiver Beobachter auftreten, jedoch musste ich schnell feststellen, dass das selten möglich ist, da man fast immer irgendwie Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ich weiß noch nicht genau, woran das liegt, denn weiße Menschen gibt es hier ja sehr viele. Interessant fand ich, dass das Verhalten von Menschen oft mit ihrer Hautfarbe korreliert. Und damit natürlich auch Dinge, wie Wohnort, Lebensstandard, Nahrung, Bildung und Aktivitäten. Und das sag ich als jemand, der bisher Hautfarben eigentlich als unwichtiges äußerliches Merkmal betrachtet hat. Vermutlich liegt das daran, dass die verschiedenen Personengruppen hauptsächlich unter sich bleiben. Mir kam die Mentalität der Weißen und Colored sehr rau, unfreundlich und unherzlich vor. Was dann auch schnell kam, wie es kommen musste, ist, dass ich immer wieder feststellen muss, wie privilegiert ich doch bin. Was ich noch schade finde, ist, dass ich hier meinen vegetarischen Nachhaltigkeitslifestyle nicht wirklich ausleben kann: Überall wird alles in Plastik verpackt, die Städte sind nach amerikanischen Vorbild vollständig auf das Auto (= großer Pickup) ausgelegt und Qualität ist schwer zu finden, da alles billig produziert wird. Außerdem kommt man wohl nicht darum herum, doch ab und zu mal Fleisch oder Fisch zu probieren.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;arbeit&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Arbeit&lt;a href=&quot;#arbeit&quot; aria-label=&quot;arbeit permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Auf Arbeit wurde ich direkt gut eingearbeitet und integriert und bin Teil des Teams. Meine Hauptbeschäftigung war lange Zeit Fahrräder reparieren. Einerseits finde ich es total cool, nach all den Jahren des Studiums mal den Kopf auszuschalten und mit den Händen zu arbeiten, andererseits ist das auch furchtbar anstrengend. Am Feierabend bin ich dann meistens nicht mehr zu allzuviel zu gebrauchen. Ich bin froh, dass ich dort gut beschäftigt bin und mich nicht langweile, wie es wohl bei anderen Freiwilligendiensten oft der Fall ist. Außerdem hab ich schon einiges über Fahrräder gelernt, was ich sicher auch in Deutschland verwenden kann. Als ich angefangen habe, diesen Bericht zu schreiben, wollte ich an dieser Stelle meine Bedenken äußern, dass die Tätigkeit auf Dauer allerdings monoton wird. Außerdem bin ich nicht hierher gekommen, um in einer Fahrradwerkstatt ein Praktikum zu machen. Aber zum Glück hab ich das Schreiben des Berichts vor mir her geschoben, denn kürzlich gab es einen Wendepunkt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Auslöser war etwas schwierig, denn es gab eine Menge Missverständnisse zwischen mir und Paulina (meiner Vorgesetzten). Ich wurde seit Beginn mit der Preisgestaltung beauftragt, was ich sehr cool fand, denn dann hatte ich gleich eine relevante Aufgabe. Jedoch kann ich zugegebenermaßen nicht wirklich einschätzen, welche Preise angemessen sind (auch, weil ich das Projekt noch nicht gut genug kannte). Ich hatte mich meiner Meinung nach eigentlich nur an das gehalten, was Paulina mir sagte (jedes Fahrrad soll um die 1500 N$ kosten). Wenn sich Kund*innen beschwert haben, dann dachte ich, dass das normal sei und sie sich immer beschweren und dass es halt normal ist, dass man verhandeln muss (das glaube ich auch immer noch). Dass Paulina das ungern macht, hab ich auch schnell mitbekommen. Jedoch wurden Kunden dann immer an den &quot;Dshirumbu&quot; (den Weißen) weiter verwiesen, &quot;der für die hohen Preise verantwortlich ist&quot;. Zuerst dachte ich, dass Paulina mit solche Äußerungen nur Spaß macht -- später war ich mir da nicht mehr so sicher. Jedes mal, wenn ich versucht habe, zu erklären, dass ich das nicht so schön finde, wurde es eigentlich noch schlimmer. Irgendwann hat Paulina mich im Halbspaß(?) als neuen Boss bezeichnet. Außerdem wurden mir als Mann Kompetenzen zugeschrieben, die ich einfach auch gar nicht habe. Ich hab wirklich an mir und meinem Auftreten gezweifelt und mich gefragt, ob ich gerade meine Rolle als Freiwilliger vollends verfehle oder was da los ist. Relativ verzweifelt wendete ich mich an Michael (den Projektgründer und Chef, der allerdings schon seit Jahren nicht mehr in Namibia ist). In einem Telefonat kam heraus, dass er nie vorhatte, dass ich an Fahrrädern schraube, sondern ganz andere Projekte verfolge. Und auch Paulina sollte eigentlich nicht hauptsächlich die Fahrradwerkstatt führen, sondern eher strategische und organisatorische Aufgaben im BENN-Netzwerk erledigen (und eigentlich auch weiterhin Schulungen geben, worauf sie aber keine Lust mehr hat). Ich hab in der Zeit festgestellt, dass viele Missverständnisse schon früher durch mehr und bessere Kommunikation gelöst werden hätten können, aber manchmal finde ich es schwer, meine Punkte gegenüber Paulina deutlich zu machen. Je mehr mir Michael erzählt, wie BENN eigentlich geplant war und was vor der Pandemie schon passiert ist, bin ich auch mehr mit meiner Einsatzstelle zufrieden. Jedoch muss sich erst noch zeigen, wie es jetzt in den aktuellen Kriesen weiter geht. Für mich bedeutet das jedenfalls, dass ich mich aus dem daily Business heraushalte, wodurch die vorher beschriebenen (kleinen) Konflikte vermieden werden können und ich meine Ideen und Kreativität und Qualifikationen besser entfalten kann. Und vielleicht kann ich so etwas machen, worauf ich im Nachhinein stolz sein kann. Jedoch muss ich die nächste Zeit über erst noch meinen Platz finden, was ein kontinuierlicher Prozess sein wird. Meine neue Hauptaufgabe ist es zunächst, das Trash-Collection-Bicycle-Trailer-Projekt wieder zu beleben. Und Paulina (die ich auch wirklich sehr mag), hilft mir dabei. Über diesen Wendepunkt bin ich aktuell sehr froh, auch wenn das jetzt für mich deutlich herausfordernder wird. Z.B. hab ich jetzt mit Menschen, die auf der Müllhalde leben und Metall-Schrott sammeln, zu tun. Das ist richtig spannend und entspricht auch mehr dem, was ich zuvor erwartet hätte, was meine Tätigkeiten sein werden.&lt;/p&gt;
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&lt;h2 id=&quot;wohnsituation&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Wohnsituation&lt;a href=&quot;#wohnsituation&quot; aria-label=&quot;wohnsituation permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Anfangs war die Wohnungssuche zugegebenermaßen eine Herausforderung. Denn irgendwie hab ich mich da etwas überfordert gefühlt, obwohl es ja an sich hier auch nicht anders läuft, als in Deutschland und es auch nicht die erste Wohnung ist, die ich suche. Andererseits hätte ich in Deutschland wohl einfach wg-gesucht aufgemacht und mit großer Wahrscheinlichkeit auch etwas Geeignetes gefunden. Etwas Vergleichbares hab ich hier leider nicht gefunden. Über meine jetzige Wohnung kann ich mich nicht beklagen. Jedoch frag ich mich seitdem ich hier wohne, ob das mit dem Freiwilligendienst wirklich so gedacht ist, dass ich in einer so komfortablen, großen und leider auch teuren Unterkunft im &quot;weißen&quot; Teil der Stadt wohne. In einer solchen Wohnung könnte ich halt auch in Deutschland wohnen (nur dass sie in Deutschland wahrscheinlich besser Wärme-gedämmt wäre). Ehrlich gesagt hatte ich noch nie so viele Quadratmeter für mich alleine. Andererseits hab ich auch wirklich nichts anderes gefunden, wo ich mich wohlgefühlt hätte. Dadurch, dass ich jetzt das Angebot erhalten hatte, für einen eher symbolischen Preis im Altenheim wohnen zu können, wurde das Wohnungsthema nochmal relevant. Da muss ich mich in den nächsten Wochen nochmal darum kümmern und mich entscheiden, wie es mit dem Wohnungsthema weiter geht. Allgemein betrachte ich das hier (noch) nicht wirklich als Heimat, da ich mir ständig bewusst bin, dass es nur temporär ist. Danach bin ich auch ehrlich gesagt ganz froh, wenn es zurück in den Elfenbeinturm Deutschland geht. Dieses Privileg will ich nicht missen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;alltag&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Alltag&lt;a href=&quot;#alltag&quot; aria-label=&quot;alltag permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Mein Alltag ist durch die Vollzeit-Arbeit schon ganz gut gefüllt. Und da es meistens auch anstrengend ist, hab ich bisher unter der Woche fast nie etwas unternommen. Am Wochenende versuche ich meistens, die Stadt per Rad oder zu Fuß zu erkunden und Sehenswürdigkeiten mitzunehmen. Jedoch ist mein Zwischenfazit, dass Walvis Bay definitiv nicht genug zu bieten hat, als dass ich damit ein Jahr füllen könnte. Ein kleines Hobby, das ich zwar auch schon in Deutschland hatte, was aber hier deutlich mehr Sinn macht, ist, für Open Street Map (ein Community-basiertes Angebot ähnlich wie Google Maps) zu kartographieren. Hier gibt es nämlich im Gegensatz zu Deutschland noch Einiges, was nicht eingetragen ist. Dieses Hobby verfolge ich aber nur, wenn ich einsam bin. Ich bin sehr froh darüber, dass ich hier parkrun entdeckt habe: Ein wöchentlicher, kostenloser und von Freiwilligen organisierter Laufwettkampf. Das Konzept gibt es auf der ganzen Welt und wenn ich in Deutschland nicht in eine Stadt komme, wo es das schon gibt, könnte ich mir vorstellen, dass ich dort so etwas aufbauen könnte. Das eignet sich auch, um Bekanntschaften zu machen, denn die Menschen dort gehören zwar zu den Wohlhabenden, aber sind durchaus recht freundlich. Ich werde auch bald dem &quot;Walvis Bay Road Runners&quot;-Verein beitreten und dann hoffentlich auch genug Zeit und v. a. Energie finden, um bei den Lauftreffs und vielleicht auch dem ein oder anderen Wettkampf teilzunehmen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;sozialleben&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Sozialleben&lt;a href=&quot;#sozialleben&quot; aria-label=&quot;sozialleben permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich hab es schon angesprochen: Auch wenn ich hier schon einige interessante Begegnungen hatte (Nachbarin (alleinerziehende Mutter), die mich mal einen Abend mit zu ihren Freundinnen genommen hat, ein Familienvater von parkrun, der mich mit einer Schar von Kindern mit zum Strand genommen hat, und immer wieder interessante Alltagsbegegnungen), fühle ich mich dennoch einsam. Das ist wahrscheinlich nach 2,5 Monaten auch normal. Kontakt zu Gleichaltrigen oder Gleichgesinnten habe ich noch nicht. Langsam bauen sich Kontakte zu den anderen Freiwilligen in WB auf. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir nicht so ganz auf einer Wellenlänge sind. Im Gegensatz zu den Mitfreiwilligen bei solivol macht sich hier der Altersunterschied (von 10 Jahren) doch bemerkbar. Ansonsten habe ich eigentlich noch niemanden, mit dem man etwas unternehmen könnte. Die letzten Jahre hab ich eigentlich ausschließlich in WGs gewohnt -- und das vermisse ich gerade. Aber bisher war es noch kein Weltuntergang, da ich die Zeit schon auch nutze. Außerdem sehe ich das auch als Chance, ganz frei entscheiden zu können, was ich tue und ganz individuelle Erlebnisse machen zu können.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;kontakt-nach-hause&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Kontakt nach Hause&lt;a href=&quot;#kontakt-nach-hause&quot; aria-label=&quot;kontakt nach hause permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich gehe davon aus, dass Heimweh eher ein Phänomen ist, das dann auftritt, wenn man das erste mal auf sich allein gestellt ist und nicht mehr bei den Eltern wohnt. Von dem her bin ich ganz froh, dass ich davon bisher nicht betroffen bin. Ich hab mit meinem Studienort Erlangen ganz gut abgeschlossen und bin eigentlich schon fast erstaunt darüber, dass ich mich bisher gar nicht an diese Zeit zurücksehne. Auch hatte ich noch nicht, wie erwartet, das Gefühl, dass ich eigentlich nicht hier sein sollte, sondern arbeiten sollte. Im Gegenteil, ich glaube, dass ich gerade hier her gehöre. Was ich aber auch ganz schön finde, ist, dass viele meiner Freund*innen von zu Hause Interesse an meinen Erlebnissen zeigen und dass weiterhin Kontakt besteht. Von dem her bin ich auch ganz froh, hier Internet zu haben und Kontakt halten zu können 😉 Schön finde ich es auch, dass meine Freundin und ich es weiterhin schaffen, viel Kontakt zu halten, auch wenn nun Schwierigkeiten doch schon früher aufkamen, als erwartet.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;zukunft&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Zukunft&lt;a href=&quot;#zukunft&quot; aria-label=&quot;zukunft permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Für die kommenden Monate wünsche ich mir, dass ich noch mehr vom Land sehe. Denn je länger ich hier bin, desto mehr realisiere ich, dass Namibia vielleicht doch nicht so eintönig ist, wie das, was ich bisher gesehen habe. Und auch, dass Namibia nicht nur das ist, was ich hier in der Stadt im &quot;weißen&quot; Teil gesehen habe. Vor Allem die Dörfer im Norden interessieren mich. Denn ich glaube, dass dort eigentlich auch die Zielgruppe unseres Projekts lebt. Außerdem möchte ich öfters heraus kommen aus der Komfort Zone und vor allem meine Scheu vor der &quot;Location&quot; (Kuisebmond) abbauen. Ich glaube, die Warnungen davor von allen möglichen Menschen muss man vielleicht doch manchmal auch gar nicht so ernst nehmen. Außerdem ist halt einfach dort das Leben und in dem Teil, in dem ich wohne, nicht. Außerdem bin ich ja nicht nach Afrika gekommen, um eine westliche Stadt zu sehen. Ich möchte hier auch auf jeden Fall noch mehr Leute kennen lernen, denn man kann sich meiner Meinung nach nur dort wohl fühlen, wo man Freunde hat. Und eigentlich würde ich gerne noch Oshiwambo oder zumindest Afrikaans lernen, und zwar ganz gerne auch nicht autodidaktisch. Allerdings finde hier leider keine Kurse o. Ä.&lt;/p&gt;
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&lt;h2 id=&quot;history&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Geschichtlicher Kontext&lt;a href=&quot;#history&quot; aria-label=&quot;history permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich möchte hier jetzt nicht Wikipedia kopieren, aber nachdem ich beide Titel durchgesuchtet hatte, war ich doch sehr an den historischen Ereignissen interessiert und möchte die Punkte, die ich behalten möchte, kurz notieren. &lt;strong&gt;Falls es dich langweilt, springe ruhig &lt;a href=&quot;#hotel-ruanda&quot;&gt;einen Abschnitt&lt;/a&gt; weiter 😉&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ursprünge des Konflikts liegen bereits in der vorkolonialen Zeit, als sich die Bevölkerungsgruppe der Tutsi (Viehzüchter) gegenüber der Gruppe der Hutu (Bauer) als überlegen heraus kristallisiert hat. So regierten dort im Königreich die Tutsi. Die Hierarchie wurde allerdings durch die Kolonialisierung massiv ausgeweitet. Denn die deutsche Kolonialmacht betrachteten die Tutsi als überlegene lokale Macht und stärkten diese deshalb. Dabei glänzten sie mal wieder mit ihrer pseudowissenschaftlichen Rassenideologie und behaupteten, dass die Tutsi ein eingewandertes Volk kaukasischen Ursprungs wären und deshalb mit den europäischen Völkern vermischt seien. Das wäre dann der Grund, warum sie den &quot;negriden&quot; Ethnien Zentralafrikas überlegen wären. Tatsächlich tut man sich wohl als Europäer*in schwer, einen Unterschied zwischen den Bevölkerungsgruppen zu sehen. Und allgemein ist dieser Konflikt für uns sehr schwer nachzuvollziehen, und die folgende Geschichte zeigt, dass, immer wenn westliche Akteure eingegriffen haben oder auch nicht eingegriffen haben, die Situation eigentlich verschlimmert wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem 1. Weltkrieg übernahmen dann die Belgier diese Region und führten die 2-Klassengesellschaft fort. Zu den wohl gravierendsten Eingriffen gehörte der Stempel der ethnischen Zugehörigkeit im Pass. Auch die katholische Kirche, welche in dem Gebiet missionierte, trägt nach Ansicht vieler Historiker*innen eine erhebliche Mitschuld. Denn in Schulen wurden zunächst Tutsi stärker gefördert als Hutu. Später wollte man dann die unterprivilegierten Hutu unterstützen und bildete eine Hutu Elite aus. Diese wiederum drängte (verständlicherweise) auf politische Teilhabe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Entstehung des Konfliktes ist natürlich noch deutlich Komplexer. Jedoch folgte in der Zeit, in der Belgien nach und nach an Bedeutung in Ruanda verlor, viele Unruhen, Aufstände, Rebellionen, eine lange Hutu-Diktatur und gegenseitige Unterdrückung. Die Zeit unmittelbar vor dem Völkermord war geprägt durch massive Hetze und Propaganda. Wegen der hohen Analphabetisierung spielte das Radio, und dabei besonders der radikale Hutu-Propagandasender RTLM, eine wichtige Rolle. Interessant fand ich die verschiedenen Propagandatechniken, die auf Wikipedia erklärt werden. Zum einen wurden Tatsachen verdreht (so wie man es gerade teilweise bei russischer Propaganda feststellen kann). Es wurde beispielsweise behauptet, dass die Tutsi gerade einen Völkermord planen und Hutu deshalb bedroht wären und handeln müssen (in echt war es zu der Zeit anders herum). Auch wurden Tutsi massiv entmenschlicht und als Kakerlaken (etc.) bezeichnet. In Zeitungen wurden regelmäßig folgende 10 Gebote abgedruckt:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;h3 id=&quot;the-hutu-ten-commandments&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;The ‘Hutu Ten Commandments’&lt;a href=&quot;#the-hutu-ten-commandments&quot; aria-label=&quot;the hutu ten commandments permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;as published in Kangura, No. 6 (December 1990)&lt;/em&gt;&lt;br&gt; &gt; &lt;a href=&quot;https://web.archive.org/web/20060512004333/http://www.trumanwebdesign.com/~catalina/commandments.htm&quot;&gt;Quelle: Archiviert auf archive.org&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;Every Hutu must know that the Tutsi woman, wherever she may be, is working for the Tutsi ethnic cause. In consequence, any Hutu is a traitor who:
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Acquires a Tutsi wife;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Acquires a Tutsi concubine;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Acquires a Tutsi secretary or protégée.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Every Hutu must know that our Hutu daughters are more worthy and more conscientious as women, as wives and as mothers. Aren’t they lovely, excellent secretaries, and more honest!&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Hutu women, be vigilant and make sure that your husbands, brothers and sons see reason.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;All Hutus must know that all Tutsis are dishonest in business. Their only goal is ethnic superiority. We have learned this by experience from experience. In consequence, any Hutu is a traitor who:
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Forms a business alliance with a Tutsi&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Invests his own funds or public funds in a Tutsi enterprise&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Borrows money from or loans money to a Tusti&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Grants favors to Tutsis (import licenses, bank loans, land for construction, public markets...)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Strategic positions such as politics, administration, economics, the military and security must be restricted to the Hutu.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;A Hutu majority must prevail throughout the educational system (pupils, scholars, teachers).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;The Rwandan Army must be exclusively Hutu. The war of October 1990 has taught us that. No soldier may marry a Tutsi woman.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Hutu must stop taking pity on the Tutsi.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Hutu wherever they be must stand united, in solidarity, and concerned with the fate of their Hutu brothers. Hutu within and without Rwanda must constantly search for friends and allies to the Hutu Cause, beginning with their Bantu brothers.
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Hutu must constantly counter Tutsi propaganda.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Hutu must stand firm and vigilant against their common enemy: the Tutsi.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;The Social Revolution of 1959, the Referendum of 1961 and the Hutu Ideology must be taught to Hutu of every age. Every Hutu must spread the word wherever he goes. Any Hutu who persecutes his brother Hutu for spreading and teaching this ideology is a traitor.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Während es zuvor schon viele Opfer zu verzeichnen gab, fand zwischen April und Juli 1994 dann der eigentliche Völkermord an den Tutsi statt. Auslöser war, dass der Flieger des Präsidenten/Machthabers Habyarimana (Hutu) von bis heute Unbekannten (Hutu oder Tutsi) beim Landeanflug auf die Hauptstadt Kampala abgeschossen wurde. Das Ausmaß des Genozids ist massiv und beteiligt war so gut wie jede Hutu-Bevölkerungsgruppe (arm, reicht, jung, alt, gebildet, ungebildet, ...). Die Grausamkeit war zudem so groß, dass ich einige Absätze des Wikipedia-Artikels nicht lesen konnte. Es wurden 75% der Tutsi in Ruanda gefoltert und getötet. Explizit wurde auch zum Vergewaltigen von Frauen und Töten von Kindern aufgerufen. Allen Hutu, die sich dem Widersetzt haben, drohten ähnliche Schicksale.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsächlich schaffte es schließlich die Tutsi Rebellenbewegung RPF, welche selbst allerdings auch Kriegsverbrechen zu verantworten hat, die Hutu aus dem Land zu vertreiben, wodurch der Völkermord beendet wurde. Westliche Kräfte und die Vereinte Nationen glänzten bei dem ganzen Vorfall durch Untätigkeit, Abwesenheit und sogar Rückzug von Truppen, während man durch Kolonialisierung durchaus eine große Mitschuld trägt. Frankreich hatte zuvor sogar die Hutu Regierung, welche vorgab, sich für Demokratie einzusetzen, unterstützt und das Militär, welches später den Völkermord maßgeblich durchgeführt hat, ausgebildet und mit Waffen ausgerüstet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;figure class=&quot;gatsby-resp-image-figure&quot; style=&quot;&quot;&gt;
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            alt=&quot;Leichen ruandischer Flüchtlinge (1. Oktober 1994) — © MSGT Rose Reynolds - DF-ST-02-03035, Public Domain&quot;
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    &lt;figcaption class=&quot;gatsby-resp-image-figcaption&quot;&gt;Leichen ruandischer Flüchtlinge (1. Oktober 1994) — © MSGT Rose Reynolds - DF-ST-02-03035, Public Domain&lt;/figcaption&gt;
  &lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Genozid bringt natürlich immer eine Menge furchtbarer Folgen mit sich. Erwähnen möchte ich, dass durch die Vergewaltigungen die Zahl der an HIV infizierten Mädchen und Frauen deutlich gestiegen ist. Neben all den Folgen, die eine Vergewaltigung gerade in einer Gesellschaft, die solche Taten als persönliche Schande der Opfer ansieht, mit sich bringt, werden zudem diese Opfer nun im Stich gelassen und nicht mit dringend nötigen Medikamenten versorgt. Währenddessen werden die Täter, die in Gefangenschaft sitzen, medizinisch versorgt.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;hotel-ruanda&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Hotel Ruanda&lt;a href=&quot;#hotel-ruanda&quot; aria-label=&quot;hotel ruanda permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
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            alt=&quot;Coverbild des Films &amp;quot;Hotel Ruanda&amp;quot; — © MGM Home Entertainment, fair use&quot;
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  &lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem preisgekrönten, etwas älteren Film (2004) wird man sehr Eindrucksvoll durch die Ereignisse des Völkermords mitgenommen. &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Rusesabagina&quot;&gt;Paul Rusesabagina&lt;/a&gt;, der Manager des Hôtel des Mille Collines, gewährte 1268 Menschen in seinem Hotel Zuflucht und rettete sie vor dem sicheren Tot. Er selbst war Hutu und mit einer Tutsi verheiratet. Neben der krassen Darstellung der Radikalisierung werden sehr gut die Sichtweisen verschiedener Akteure gezeigt (Hutu, Tutsi, Militärs, Blauhelme, Ordensleute, weiße Akteure, wie eine freiwillige des Roten Kreuzes und ein Filmteam und auch Europäische Akteure). Es wird gezeigt, dass der Westen kein Interesse daran hatte, den Konflikt zu lösen, da Ruanda keinen strategischen Wert hatte. Stattdessen wurde lieber über die Wortwahl debattiert, ob das jetzt als Völkermord zu bezeichnen sei oder nicht. Zum Glück hat der Film ein Happy-End (sonst könnte ich ihn jetzt nicht empfehlen). Ob das gezeigte Ende des Films in der Realität wirklich ein glückliches Ende markiert, sei mal dahingestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Handeln Rusesabagina war zweifelsohne heldenhaft. Dennoch wurde 2021 zu 25 Jahren Haft verurteilt, da er terroristische Aktivitäten finanziert haben soll. Das Urteil ist stark umstritten. Aber es zeigt, wie aktuell das Thema noch immer ist. Die Justiz wird mit der Aufarbeitung noch lange beschäftigt sein.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;black-earth-rising&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Black Earth Rising&lt;a href=&quot;#black-earth-rising&quot; aria-label=&quot;black earth rising permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
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    &lt;figcaption class=&quot;gatsby-resp-image-figcaption&quot;&gt;Titelbild der Serie &amp;quot;Black Earth Rising&amp;quot; — © BBC, fair use&lt;/figcaption&gt;
  &lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das bringt mich auch schon zur Miniserie &quot;Black Earth Rising&quot; (2019). Dort geht es um die Juristin Kate Ashby (Tutsi), welche als kleines Mädchen den Genozid hautnah miterlebt hatte, jedoch gerettet werden konnte und von einer englischen Juristin adoptiert wurde. Im Laufe der Serie bekommt sie die Aufgabe, Fälle (fiktive) ruandischer Kriegsverbrecher zu behandeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Serie bekommt man einen aktuellen Blick auf das Land Ruanda und die immer noch andauernden persönlichen und gesellschaftlichen Nachwirkungen der Geschehnisse. Neben den Schwierigkeiten der juristischen Aufarbeitung erfährt man auch über die aktuellen Herausforderungen Ruandas (Präsidialsystem, Rechtssystem) und die Verstrickung westlicher Staaten (v. a. England und Frankreich).&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;fazit&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Fazit&lt;a href=&quot;#fazit&quot; aria-label=&quot;fazit permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Beide Titel und das Thema allgemein haben mich zugegebenermaßen emotional gepackt. Wenn ich darüber nachdenke, was für eine Scheiße so ein Völkermord ist, bekomme ich Pippi in den Augen. Ich fand es krass, wie aktuell das alles ist. Jetzt, nachdem ich mich damit beschäftigt habe, wohin Hass und Hetze führen kann, kann ich auch mehr verstehen, warum wir in Deutschland entschieden dagegen vorgehen müssen. Schockierend fand ich, dass, obwohl der Genozid für Europa relevant ist, ich nichts in der Schule darüber gelernt habe. Anders herum hab ich schon oft mitbekommen, dass in afrikanischen Schulen viel europäische Geschichte gelehrt wird. &quot;Hotel Ruanda&quot; eignet sich auf jeden Fall gut, die eigene Wissenslücke zu schließen und &quot;Black Earth Rising&quot; ist eine durchaus sehenswerte Miniserie, bei der man danach nicht bereut, wenn man sie durchgesuchtet hat.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;Weil die Woche über Ostwetter war, hat der starke Wind viel Staub aus der angrenzenden Wüste in die Stadt geblasen. Deshalb war es uns fast unmöglich, zu arbeiten, da wir immer im Freien sind. So hatte ich etwas Zeit, mal die Stadt zu einer Zeit zu erkunden, in der Geschäfte und Cafes geöffnet sind (die Öffnungszeiten sind nämlich meiner Meinung nach sehr seltsam). Schon länger hatte ich mir vorgenommen, einmal bei dem Gebäude in meiner Nachbarschaft der &lt;a href=&quot;https://www.telecom.na/&quot;&gt;Telecom Namibia&lt;/a&gt; in Walvis Bay vorbei zu schauen und nach einer Führung zu fragen. Tatsächlich haben sich zwei nette Mitarbeiter bereit erklärt und mir über fast 2 Stunden eine private Führung gegeben, die äußerst spannend war.&lt;/p&gt;
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&lt;h2 id=&quot;1-raum&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;1. Raum&lt;a href=&quot;#1-raum&quot; aria-label=&quot;1 raum permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der erste Raum war gefüllt mit Telefon-2-Draht-Patch-Panels, denn viele Kunden sind über ISDN oder DSL angebunden. Zu bestaunen waren verschiedene Generationen an Patch-Panels und eine Menge Kabelsalat. Beeindruckend, wer sich da zurechtfindet. Aber ich bin mir sicher, dass so eine Installation in Deutschland genauso ausschaut. Der Raum ist ansonsten mäßig spannend, da dort nur passive Technik zu sehen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;figure class=&quot;gatsby-resp-image-figure&quot; style=&quot;&quot;&gt;
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&lt;h2 id=&quot;2-raum&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;2. Raum&lt;a href=&quot;#2-raum&quot; aria-label=&quot;2 raum permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eine Etage darüber wurde es schon spannender. Denn dort befindet sich die aktive Technik, die die Telefondrähte zum Leben erweckt. Wenn ich die Erklärungen richtig verstanden habe, handelt es sich bei den Anlagen u. A. um DSLAMs und ISDN-Geräte. Auch hier kann man wieder die verschiedene Generationen an Geräten erkennen: Die Anzahl an Anschlüssen, die pro Rack terminieren, steigt von Generation zu Generation drastisch. Interessant fand ich auch, dass man hier keine weißen Kästen in den Straßen findet, während in Deutschland an jeder Straßenecke ein DSLAM steht. Das liegt daran, dass diese das raue Küstenwetter nicht lange überleben würden. Das kann ich mir gut vorstellen, denn hier ist wirklich alles am rosten. Deshalb sind sie in Walvis Bay hauptsächlich indoor untergebracht. Nur im relativ jungen Stadtteil Narraville plant Telecom Namibia erste versuche mit outdoor DSLAMs.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;3-raum&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;3. Raum&lt;a href=&quot;#3-raum&quot; aria-label=&quot;3 raum permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Im 2. Obergeschoss wurde es dann noch spannender: Dort stehen kunterbunt gemischt GSM Basisstationen für die Antennen auf dem Dach, Racks voll Glasfaseranschlüssen (viele Kunden sind nämlich über Glasfaser angebunden), Collocation-Racks mit Hardware anderer Kunden, wie z. B. mtc, Namibias größter Mobilfunkanbieter, größere Switches (alte Cisco Catalyst) und viele Kisten, von denen ich keine Ahnung hab, was sie genau tun. Tatsächlich hätte ich hier noch größere Switches und Router erwartet. Jedoch ist Walvis Bay, und vor allem der Stadtteil, in dem potentielle Kund*innen wohnen, nicht allzugroß.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;figure class=&quot;gatsby-resp-image-figure&quot; style=&quot;&quot;&gt;
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            alt=&quot;Eieiei, möchte da wohl jemand Telefonate abhören? 😱&quot;
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&lt;h2 id=&quot;4-raum&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;4. Raum&lt;a href=&quot;#4-raum&quot; aria-label=&quot;4 raum permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nebenan verbargen sich noch weitere Schätze: Meine beiden Guides betreten den Raum selbst nur selten, denn sie mussten erst einmal die Schnur zum Licht einschalten suchen. Doch dann konnte ich Geräte in Racks bestaunen, die ich erst einmal nicht erwartet hätte: Radiosendestationen. Mehrere Radiosender nutzen den Standort, um ihr Programm über FM auszustrahlen. Auch hier fanden sich wieder offensichtlich verschiedene Generationen an Equipment wieder. Neben 19-Zoll-1-HE-Geräten, die ähnlich, wie Empfangsradios aussehen, stehen große Zylinder mit Einstellrad: Analoge Filter. Von ihnen geht ein dicker Funkwellenleiter aufs Dach zur Sendeantenne.&lt;/p&gt;
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    &lt;figcaption class=&quot;gatsby-resp-image-figcaption&quot;&gt;Analoge Radiofrequenzfilter&lt;/figcaption&gt;
  &lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;maritime-funkdienste&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;maritime Funkdienste&lt;a href=&quot;#maritime-funkdienste&quot; aria-label=&quot;maritime funkdienste permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Zuletzt besuchten wir noch eine Abteilung, die ich hier auch nicht erwartet hätte. Im Auftrag der namibischen Regierung werden von dort aus maritime Funkdienste betrieben. Ich bin absolut kein Experte auf diesem Gebiet, jedoch hab ich das so verstanden: Auf der ganzen Welt gibt es Systeme, um Schiffe mit Wettervorhersagen und Gefahreninformationen zu versorgen. Dazu senden verschiedene Basisstationen zu festen Uhrzeiten auf bestimmten Frequenzen regelmäßig ihre Informationen. Neben gesprochenen Durchsagen werden diese Informationen auch digital über &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/NAVTEX&quot;&gt;NAVTEX&lt;/a&gt; verbreitet. Während letzteres durch Software gescheduled wird, handelt sich es bei ersterem quasi um manuelles &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Time_Division_Multiple_Access&quot;&gt;TDMA&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/FDMA&quot;&gt;FDMA&lt;/a&gt; (für die Kommunikationstechniker unter uns ;) ).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Leitstelle, die ich besichtigt habe, deckt dabei die Gesamte Küstenregion Namibias ab (vom &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Kunene_(Fluss)&quot;&gt;Kunene-Fluss&lt;/a&gt; bis &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Oranjemund&quot;&gt;Oranjemund&lt;/a&gt;). Interessanterweise übernimmt Südafrika ein überlappendes Gebiet, das die Küste Namibias, Südafrikas und (soweit ich mich erinnern kann) auch Moçambiques abdeckt. Ich vermute, dass diese Redundanz eine Folge davon ist, dass Namibia noch bis vor 30 Jahren Kolonie Südafrikas war. Um die Funkinformationen zu verbreiten, werden verschiedene Basisstationen entlang der Küste verwendet, die jedoch alle aus Walvis Bay aus der Ferne gesteuert werden. In den Namibischen Funksprüchen werden beispielsweise die Position einiger duzend Objekte, hauptsächlich Bohrplattformen, wie es sie vor der Küste Namibias häufig gibt, durch gefunkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben dem Verbreiten der Informationen wird auch ständig der Funkverkehr abgehört und Relevantes mit protokolliert. Tatsächlich können sie hier mit Radiowellen Funksprüche von etwa 90% der Erdoberfläche mit hören. Die Pole werden via Satellit abgedeckt. Wenn beispielsweise ein Fischerei-Schiff einen Notruf absetzt, wird der Rettungseinsatz von dieser Leitstelle, welche 24/7 redundant besetzt ist, koordiniert. Namibia selbst verfügt allerdings über keine Rettungsschiffe und Hubschrauber. Diese kommen im Falle eines Falles aus Südafrika.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine spannende Story, die diese Abteilung wirklich hautnah mitbekommen hat und, die ich auch schon mal von meiner Arbeitskollegin erfahren habe, war der Untergang eines Fischerei-Schiffes vor etwa 2 Jahren. Was sich ganz genau ereignet hat, hab ich nicht ganz erfahren und die Geschichten variieren auch ein wenig. Jedoch ist besagtes Schiff eines Tages in Seenot geraten. Nachdem der Kapitän den Großteil (oder die gesamte?) Mannschaft evakuiert hat, ist er noch einmal in sein Schiff zurück gekehrt. Man weiß jedoch nicht genau, warum. Auf jeden Fall ist dieser Mann dann zusammen mit seinem Schiff gesunken und man hat ihn nicht mehr gefunden.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;fazit&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Fazit&lt;a href=&quot;#fazit&quot; aria-label=&quot;fazit permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Als Fazit muss ich sagen, dass das für mich als Nerd doch ein sehr gelungener Vormittag war. Ich finde es immer wieder beruhigend, festzustellen, dass selbst kommerzielle Unternehmen auch nur mit Wasser kochen. Interessant fand ich, die verschiedenen Generationen an Equipment zu sehen und ganz deutlich zu sehen, dass diese immer effizienter und kompakter wurden über die Zeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der Metaebene fand ich es richtig stark, wie freundlich die Mitarbeiter*innen zu mir waren und sich die Zeit genommen haben, mir alles zu zeigen. Es ist schön zu sehen, dass Nerds auf der ganzen Welt doch ähnlich ticken und der Spaß am Gerät alle verbindet. Zuletzt war ich auch sehr glücklich darüber, dass ich mich getraut hab, dort hin zu marschieren und einfach mal naiv anzufragen. Der Mut hat sich gelohnt. Ich hab mich gefragt, ob ich so etwas auch in Deutschland gemacht hätte oder ob mich der jugendliche Leichtsinn eines Freiwilligen getrieben hat. Ich glaube aber, wenn ein Kommunikationsdienstleister in Deutschland ein derartig offensichtlich interessantes Gebäude in meine Nachbarschaft gestellt hätte, dass ich mir das dann auch angeschaut hätte.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ich:&lt;/em&gt; Ich gehe nach Afrika, nach Namibia.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Andere Person:&lt;/em&gt; Ah Afrika, XY war da auch mal!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ich:&lt;/em&gt; Ach interessant. In welchem Land war XY denn?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Andere Person:&lt;/em&gt; Ja, auch in Afrika.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;So oder so ähnlich lief eines meiner Gespräche kurz vor meiner Ausreise ab. Selbst ich hatte, als ich mich entscheiden musste, wohin es gehen soll, nur eine sehr wage Sehnsucht nach Afrika, ohne eine Vorstellung über die verschiedenen Länder auf dem Kontinent zu haben. Als mir Namibia zugeteilt wurde, wusste ich nicht einmal, wo es liegt. Peinlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Höchste Zeit, meine Fehleinschätzungen und Vorurteile zuzugeben, und damit aufzuräumen:&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;land&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Afrika ist ein Land&lt;a href=&quot;#land&quot; aria-label=&quot;land permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wie schon angemerkt, ist das Quatsch. Afrika ist ein Kontinent mit über 50 Ländern. Die Vorstellung, dass man von einem afrikanischen Land auf alle anderen schließen kann, ist ähnlich absurd, wie, dass man &quot;Europa in 5 Tagen machen&quot; kann. In beiden Fällen gibt es zwischen den Ländern eine Menge politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Unterschiede. Außerdem ist Afrika flächenmäßig 3 mal so groß wie Europa. Zwischen Namibia und Uganda gibt es mindestens genauso viele Unterschiede, wie zwischen Deutschland und Portugal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Buch &lt;a href=&quot;https://amzn.to/3MXT5TE&quot;&gt;Wir Herrenmenschen&lt;/a&gt; beschreibt Bartholomäus Grill, dass Europäer:innen Afrika oft mit dem &quot;Kolonialen Blick auf die &lt;strong&gt;Katastrophenmasse Afrika&quot;&lt;/strong&gt; schauen. Afrika steht nämlich hauptsächlich dann im Fokus, wenn irgendetwas Schlimmes passiert. Sonst erfährt man eigentlich kaum etwas von dem Kontinent. Da hab ich mich auf jeden Fall wiedergefunden. Das war dann auch ein Grund, der mich motiviert hat, einmal hier her zu kommen, damit ich nachsehen kann, ob es hier wirklich nichts als Katastrophen gibt, oder ob es der Kontinent nicht doch viel öfter verdient, beleuchtet zu werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor der Ausreise ist mir in Nachrichten auch sehr häufig aufgefallen, dass Afrika als ein Ganzes geschildert wird und das eigentliche Land frühestens im zweiten oder dritten Satz erwähnt wird. Wenn ein Regierungsmitglied eines anderen Kontinents zu uns kommt, spricht man von einem &quot;Deutschlandreise&quot;. Kürzlich war jedoch unser Bundeskanzler und davor unsere Außenministerin auf &quot;Afrikareise&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An dieser Stelle sei auch das Spiel des Jahres 1989, das &lt;a href=&quot;https://amzn.to/3zGCel0&quot;&gt;&quot;Cafe International&quot;&lt;/a&gt;, erwähnt. Es enthält Spielkarten für einige Länder, unter anderem Deutschland, Frankreich und &quot;Afrika&quot;. Der Bildungsauftrag wird insofern knapp verfehlt, als dass für dieses fiktive Land die Fahne der Zentralafrikanischen Republik verwendet wird. Dazu sei erwähnt, dass das Spiel außerdem durch unangenehme heteronormative Regeln und rassistische Stereotype in Form von unangebrachten Piktogrammen auffällt.&lt;/p&gt;
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&lt;h2 id=&quot;hot&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;In Afrika ist es furchtbar heiß&lt;a href=&quot;#hot&quot; aria-label=&quot;hot permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Deswegen befinden sich in meinem Koffer hauptsächlich kurze Hosen und T-Shirts. Hier in Namibia und gerade bei mir an der Küste ist es aber durchaus auch manchmal kalt. Nachts musste ich schon das eine oder andere mal unter der dünnen Bettdecke frieren. Ich hatte bisher Tagestemperaturen von etwa 20 Grad mit kaltem Wind, aber natürlich auch schon an die 30 Grad. Wobei ich sagen muss, dass ich die trockene Hitze relativ angenehm finde, wenn man sich nicht gerade unter der knallenden Sonne aufhält. Denn Wolken gibt es hier wirklich selten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch ein Mitfreiwilliger, der gerade in Uganda ist, musste &lt;a href=&quot;https://luca-kastner.eu/uganda_blog.html#050622&quot;&gt;vor Kurzem feststellen&lt;/a&gt;, dass es Tage gibt, an denen man frieren muss. Allerdings hab ich noch nicht herausgefunden, wie die jahreszeitlichen Verläufe sind und konnte die Klimadiagramme noch nicht deuten. Vielleicht gibt es zum Thema Wetter später nochmal einen Post.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;figure class=&quot;gatsby-resp-image-figure&quot; style=&quot;&quot;&gt;
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&lt;h2 id=&quot;black&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;In Afrika sind alle Menschen Schwarz&lt;a href=&quot;#black&quot; aria-label=&quot;black permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Mir war natürlich bewusst, dass Hautfarbe eine relativ nebensächliche Eigenschaft eines Menschen ist, die sich vor allem für Vorurteile und Rassismus eignet. Dennoch hatte ich, wie wahrscheinlich viele Europäer:innen, ein ganz bestimmtes Bild vom &quot;schwarzen Kontinent&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass gerade in Namibia eine Menge verschiedener Ethnien leben, hab ich relativ früh bei meinen Vorbereitungen erfahren. Nachdem Namibia vor über 100 Jahren eine deutsche Kolonie und bis vor etwa 30 Jahren eine südafrikanische war, trifft man hier auch &quot;deutsche Kartoffeln&quot; und sogenannte Buren an, die weiß oder zumindest hellhäutig sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine meiner Fragen mit der ich nach Namibia gekommen bin, ist, ob Weiße zu Namibia gehören oder wie es zu bewerten ist, dass sie hier wohnen. Noch hab ich keine Antwort darauf gefunden.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;poor&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;In Afrika sind die Menschen arm&lt;a href=&quot;#poor&quot; aria-label=&quot;poor permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Während wahrscheinlich einige Metriken und Indizes bestätigen, dass viele in Afrika (auch hier müsste man natürlich zwischen den einzelnen Ländern unterscheiden) ärmer sind als viele in Europa, trifft dieses Vorurteil natürlich nicht auf alle zu. Gerade Namibia ist wohl das Land, in dem die Schere zwischen arm und reich am größten ist. Viele (und zugegebenermaßen aktuell auch ich) haben einen fast europäischen Lebensstiel. Zudem fallen auch sehr deutlich viele extrem Reiche auf, die sich hier ein angenehmes Leben machen wollen. In der Hauptstadt Windhoek haben wir recht schnell drei Stadtteile identifiziert, die so reich wirken, dass man sie in Deutschland kaum antreffen würde: Klein Windhoek, Ludwigsdorf und Luxury Hill. Es ist kein Zufall, dass zwei davon deutsche Namen tragen und beim dritten ist Name Programm.&lt;/p&gt;
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&lt;h2 id=&quot;jahreszeiten&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Jahreszeiten&lt;a href=&quot;#jahreszeiten&quot; aria-label=&quot;jahreszeiten permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Diesen Fact kennen wohl die meisten. Immer, wenn es auf der Nordhalbkugel Sommer ist, ist es auf der Südhalbkugel Winter (so wie auch jetzt gerade) und auch umgekehrt. Das liegt daran, dass die Rotationsachse der Erde (wodurch überhaupt erst der Äquator bestimmt werden kann und eine Unterteilung in Nord- und Südhalbkugel geschehen kann) im Gegensatz zur Umlaufbahn der Erde um die Sonne schief steht, nämlich um 23,5 Grad. Dadurch entstehen Jahreszeiten: Sommer ist dann, wenn die jeweilige Halbkugel der Sonne zugewandt ist. Klar ist auch, wenn eine Seite zugewandt ist, ist die andere abgewandt. Deshalb sind Sommer und Winter auf beiden Halbkugeln vertauscht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Übrigens: Den nördlichsten Breitengrad, über dem die Sonne jemals senkrecht stehen kann, nennt man nördlichen Wendekreis. Und den südlichsten südlichen Wendekreis.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;sat&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Satellitenschüsseln&lt;a href=&quot;#sat&quot; aria-label=&quot;sat permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
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            alt=&quot;Steile Satellitenschüssel an einem Funkmast auf dem Hoh Windhoek in Namibia&quot;
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  &lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da ich vermutlich durch meine Masterarbeit vorbelastet bin, ist mir relativ schnell etwas aufgefallen: Viele Satellitenschüsseln sind viel steiler als in Deutschland (manche auch nicht, aber da ist dann fraglich, ob sie noch verwendet werden). Die meisten Rundfunksatelliten sind geostationär und fliegen über dem Äquator. Die fest-installierten Satellitenschüsseln auf Hausdächern, aber auch manche Satellitenschüsseln, die zur Internetversorgung dienen, sind auf diese ausgerichtet. Je nachdem, wo man sich auf der Erdkugel befindet, muss man andere Winkel einstellen. Je näher man am Äquator ist, desto steiler muss die Schüssel sein. Und während sie auf der Nordhalbkugel nach Süden schauen, schauen sie hier nach Norden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/aa984e58681bbd10175a87e5031dd42f/satellitenschuesseln.svg&quot; alt=&quot;Ausrichtung von Satellitenschüsseln auf der Erde&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;sun&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Der Weg der Sonne über das Firmament&lt;a href=&quot;#sun&quot; aria-label=&quot;sun permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Im Osten geht die Sonne auf, im Süden nimmt sie ihren Lauf, im Westen wird sie untergeh&apos;n, im Norden ist sie nie zu seh&apos;n.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;— Volksweisheit&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das stimmt nicht immer! Während nördlich des nördlichen Wendekreises die Sonne immer im Süden am höchsten steht, steht sie südlich des südlichen Wendekreises immer im Norden am höchsten. Zwischen den Wendekreisen, also auch in Namibia, wechselt es je nach Jahreszeit: Im Winter wandert sie von Osten nach Norden nach Westen, im Sommer dann von Osten nach Süden nach Westen. Dazwischen gibt es sogar zwei Tage, an denen die Sonne fast exakt gerade über das Firmament wandert. Mittag steht sie dann direkt über dem Erdboden, was wohl dazu führt, dass man selbst kaum Schatten produziert.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;moon&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Mondphasen&lt;a href=&quot;#moon&quot; aria-label=&quot;moon permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Mond wird von der Sonne beleuchtet. Meistens sieht man aber, dass nur ein Teil beleuchtet ist. Vielleicht kennst du auch die Regel, anhand der man bestimmen kann, ob es ein abnehmender oder zunehmender Mond ist, also ob man am nächsten Tag mehr oder weniger beleuchtet erscheint? Kann man ein Schreibschrift z um den Mond malen, ist er zunehmend, kann man ein a malen, ist er abnehmend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/77d143f42b3e7379a5909bf130b26366/zu-und-abnehmender-mond-nordhalbkugel.svg&quot; alt=&quot;Regel für zu- und abnehmenden Mond auf der Nordhalbkugel&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Regel funktioniert aber nur auf der Nordhalbkugel. Auf der Südhalbkugel ist es genau anders rum, da man von Süden auf den Mond schaut und nicht von Norden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/75c0b23e1a4d822268f1cee19673105c/zu-und-abnehmender-mond-namibia.svg&quot; alt=&quot;Zu- und abnehmenden Mond in Namibia&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außerdem liegt der Mond viel flacher am Himmel, je näher man am Äquator ist. Leider konnte ich dieses Phänomen mit meiner Handykamera nicht aufnehmen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;star&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Sternenhimmel&lt;a href=&quot;#star&quot; aria-label=&quot;star permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wo wir gerade bei Handykamera sind: Auch der Sternenhimmel ist anders, jedoch kann ich keinen eigenen Beweis bringen, denn mein Handy kann diese Schönheit des Sternenhimmels nicht aufzeichnen. Wenn man sich nicht gerade in der Stadt aufhält und es nicht bewölkt oder zu staubig ist, scheint es, als ob viel mehr Sterne sichtbar wären. Außerdem kann man sehr gut mit bloßem Auge den Nebel der Milchstraße sehen. Denn: Auf der Südhalbkugel schaut man in das Zentrum unserer Galaxie, während man auf der Nordhalbkugel aus der Galaxie hinaus schaut und mit Glück höchstens die äußeren Arme der Milchstraße zu sehen bekommt.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;flush&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Toilettenspülung&lt;a href=&quot;#flush&quot; aria-label=&quot;flush permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ob sich der Wasserstrudel in der Toilette beim Spülen anders herum dreht oder nicht, muss ich noch untersuchen ;)&lt;/p&gt;
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&lt;/style&gt;</content:encoded></item><item><title><![CDATA[Warum du für mich spenden sollst.]]></title><description><![CDATA[Mein Plan für das nächste Jahr Anfang Mai 2022 ist es soweit: Mein Auslandsjahr in Namibia mit weltwaerts beginnt. Ich werde dort für ein…]]></description><link>https://sebastian-endres.de/blog/2022-05-01-fundraising/</link><guid isPermaLink="false">https://sebastian-endres.de/blog/2022-05-01-fundraising/</guid><pubDate>Sun, 01 May 2022 00:00:00 GMT</pubDate><content:encoded>&lt;h2 id=&quot;mein-plan-fur-das-nachste-jahr&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Mein Plan für das nächste Jahr&lt;a href=&quot;#mein-plan-fur-das-nachste-jahr&quot; aria-label=&quot;mein plan fur das nachste jahr permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Anfang Mai 2022 ist es soweit: Mein Auslandsjahr in Namibia mit &lt;a href=&quot;https://weltwaerts.de/&quot;&gt;weltwaerts&lt;/a&gt; beginnt. Ich werde dort für ein Jahr bei dem &lt;a href=&quot;https://bennamibia.org/&quot;&gt;&lt;strong&gt;Bicycle Empowerment Network Namibia&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; (kurz: BEN Namibia) arbeiten. Das Ziel dieser &lt;abbr title=&quot;Non-governmental organization / Nichtregierungsorganisation&quot;&gt;NGO&lt;/abbr&gt; ist es, &lt;strong&gt;benachteiligte Namibier*innen mit Fahrrädern mobil zu machen&lt;/strong&gt;, damit sie eine bessere Chance auf Einkommensmöglichkeiten haben. Das ist vor allem in einem Land, wie Namibia nötig, das immer noch stark von der lang andauernden &lt;strong&gt;Apartheid&lt;/strong&gt;-Politik geprägt ist und z. B. Black People immer noch größtenteils getrennt von reichen, meist Weißen Menschen leben, wobei es dort am ehesten Arbeit gäbe. Die Wege zwischen den beiden Welten sind nach wie vor kaum zu Fuß zu überbrücken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die teureren Stadtteile sind sehr autozentrisch und &quot;amerikanisch&quot; geprägt. &lt;strong&gt;Fahrräder&lt;/strong&gt; sieht man neben den großen, stinkenden Pickups &lt;strong&gt;selten&lt;/strong&gt;. BEN möchte Fahrradfahren als gesunde, kostengünstige und nachhaltige Fortbewegungsmöglichkeit promoten und etablieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu werden im ganzen Land gespendete &lt;strong&gt;second-hand Räder&lt;/strong&gt; aus i. d. R. Europa und Nordamerika verkauft. Die Räder werden gesammelt und mit dem Container nach Afrika geschifft. Da aber allein die Bereitstellung von Rädern ohne mechanischem Support das Problem nicht löst, werden außerdem im ganzen Land kleine &lt;strong&gt;Fahrradreparaturläden&lt;/strong&gt; betrieben. Außerdem macht sich BEN dafür stark, Wissen weiterzugeben und zu teilen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;mein-beitrag&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Mein Beitrag&lt;a href=&quot;#mein-beitrag&quot; aria-label=&quot;mein beitrag permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Jetzt komm &lt;strong&gt;ich&lt;/strong&gt; ins Spiel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über das &lt;a href=&quot;https://weltwaerts.de/&quot;&gt;&lt;strong&gt;weltwaerts&lt;/strong&gt;-Programm&lt;/a&gt; lasse ich mich von der deutschen &lt;a href=&quot;https://artefact.de/&quot;&gt;artefact gGmbH&lt;/a&gt; bzw. &lt;a href=&quot;https://solivol.de/&quot;&gt;solivol&lt;/a&gt; entsenden. Ich möchte zum einen mein &lt;strong&gt;Wissen, meine Fähigkeiten und Expertise mitbringen&lt;/strong&gt;, und BEN weiter gestalten und voranbringen. Gleichzeitig ist weltwaerts aber auch ein &lt;strong&gt;Bildungsprogramm&lt;/strong&gt; für mich. Ich möchte lernen, im &lt;strong&gt;interkulturellen Austausch&lt;/strong&gt; zu arbeiten. Ich möchte lernen, wie Namibia funktioniert, wie die Menschen vor Ort ticken, mich mit der Historie dieses spannenden Landes, das sich teilweise auch deutsche Geschichte teilt, befassen. Das coole an weltwaerts: Es ist ein bidirektionaler Austausch. D. h. es werden nicht nur deutsche Freiwillige, wie ich entsendet, sondern auch &quot;Südfreiwillige&quot; nach Deutschland, um – ja genau – in Deutschland Entwicklungsarbeit zu leisten. Denn auch Deutschland kann viel lernen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich mache das Ganze &lt;strong&gt;freiwillig&lt;/strong&gt;, also ohne Bezahlung, denn die Erfahrungen sind Reichtum genug. Die Kosten für Lebensmittel, Unterkunft, Flug etc. werden aber von meiner Entsendeorganisation getragen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;why&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Und warum soll ich jetzt spenden?!?&lt;a href=&quot;#why&quot; aria-label=&quot;why permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Und nun kommst &lt;strong&gt;du&lt;/strong&gt; ins Spiel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während weltwaerts ein Programm des &lt;a href=&quot;https://bmz.de/&quot;&gt;Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung&lt;/a&gt; ist und jeder Auslandseinsatz zu 3/4 vom Staat finanziert wird, sollten 1/4 der Kosten von dem*der Freiwilligen selbst getragen werden. Da aber alle daran teilnehmen können sollen, und nicht nur Jugendliche aus reichen Familien, soll der Beitrag bevorzugt durch Spenden getragen werden. Die Freiwilligen sollen einen Spender*innen-Kreis aufbauen. Der soll von den Erfahrungen mit profitieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich werde deshalb fleißig von meinen Eindrücken und Erkenntnissen auf diesem Blog, auf Social Media (Links siehe unten) und in &lt;a href=&quot;https://chat.whatsapp.com/DcESKFonpLhEXJbLCiqc7j&quot;&gt;dieser WhatsApp-Gruppe (klick mich)&lt;/a&gt; berichten und dich auf diese Reise mitnehmen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;how&quot; style=&quot;position:relative;&quot;&gt;Ok, ok. Wo soll das Geld hin?&lt;a href=&quot;#how&quot; aria-label=&quot;how permalink&quot; class=&quot;anchor after&quot;&gt;&lt;svg aria-hidden=&quot;true&quot; focusable=&quot;false&quot; height=&quot;16&quot; version=&quot;1.1&quot; viewBox=&quot;0 0 16 16&quot; width=&quot;16&quot;&gt;&lt;path fill-rule=&quot;evenodd&quot; d=&quot;M4 9h1v1H4c-1.5 0-3-1.69-3-3.5S2.55 3 4 3h4c1.45 0 3 1.69 3 3.5 0 1.41-.91 2.72-2 3.25V8.59c.58-.45 1-1.27 1-2.09C10 5.22 8.98 4 8 4H4c-.98 0-2 1.22-2 2.5S3 9 4 9zm9-3h-1v1h1c1 0 2 1.22 2 2.5S13.98 12 13 12H9c-.98 0-2-1.22-2-2.5 0-.83.42-1.64 1-2.09V6.25c-1.09.53-2 1.84-2 3.25C6 11.31 7.55 13 9 13h4c1.45 0 3-1.69 3-3.5S14.5 6 13 6z&quot;&gt;&lt;/path&gt;&lt;/svg&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;An meine Entsendeorganisation:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Inhaber:&lt;/strong&gt; artefact gGmbH – Nord-Ostsee Sparkasse&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Betreff:&lt;/strong&gt; Spendenkennung BENN 1 - Anschrift für Spendenquittung: &amp;#x3C;deine Adresse, falls Spendenquittung erwünscht&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;IBAN:&lt;/strong&gt; &lt;code&gt;DE89 2175 0000 0164 7289 66&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;BIC:&lt;/strong&gt; &lt;code&gt;NOLADE21NOS&lt;/code&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wichtig:&lt;/strong&gt; Nicht meinen Namen erwähnen! Über die Spendenkennung &quot;BENN 1&quot; wird es mir dann zugewiesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alternativ geht auch &lt;a href=&quot;https://paypal.me/sedrubal&quot;&gt;&lt;strong&gt;PayPal&lt;/strong&gt; @sedrubal&lt;/a&gt; und ich leite das Geld dann weiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Spendenquittungen&lt;/strong&gt; gibt es ab 200 € (bei kleineren Beträgen braucht man keinen extra-Nachweis). Gib dazu deine Anschrift im Betreff der Überweisung an. Am Jahresende erhältst du automatisch Post.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vielen Dank für die Unterstützung!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;This is possible because of the collaboration of regional networks for research and education: The UV ist part of the Spanish network &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/RedIRIS&quot;&gt;RedIRIS&lt;/a&gt;. As I had to work on the servers located at the university of &lt;a href=&quot;https://fau.de/&quot;&gt;Erlangen and Nuremberg (FAU)&lt;/a&gt;, I was of course interested in the network path between UV and &quot;home&quot;: RedIRIS is connected with the european high-speed backbone for research and educational institutions called &lt;a href=&quot;https://geant.org&quot;&gt;GÉANT&lt;/a&gt;. They forwarded my traffic through France. In Germany, universities are interconnected through the &lt;a href=&quot;https://dfn.de/&quot;&gt;German Research Network (DFN)&lt;/a&gt;. DFN and GÉANT have a point of peering in Erlangen.&lt;/p&gt;
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  &lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;It is interesting that on the entire network path no commercial provider is involved. The good peering between research networks lead to a high data rate and low latency. The user experience is even better than if you access services of the FAU from one of the student dormitories in Erlangen. Little by little they are migrated from a direct connection to the university to commercial providers.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Eduroam&quot;&gt;Eduroam&lt;/a&gt; (EDUcation ROAMing) started in 2002 as european project. I grew and grew and meanwhile universities from all continents are part of it. It is possible to authenticate with the credentials given by the home university. The credentials are sent to the home university and verified against the user database. This procedure is called roaming. It is implemented by an hierarchical system of RADIUS servers.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;I had a similar experience a few months later when I stayed in North Rhine-Westphalia for some weeks before travelling to Namibia. I still worked for the FAU. Therefore, I visited the library of the &lt;a href=&quot;https://www.uni-due.de/&quot;&gt;Universität Duisburg-Essen&lt;/a&gt;. After opening the laptop, it was connected to eduroam and I could start working as if I was sitting in my office at FAU.&lt;/p&gt;
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